CSV-Forderung – Luxemburg soll seine Sport-Elite besser fördern

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CSV-ForderungLuxemburg soll seine Sport-Elite besser fördern

LUXEMBURG – Ein neues Gesetz soll auch Spitzensportler fördern, die nicht in der Armee dienen. Die Athleten sollen bei ihrer Berufswahl freie Hand haben, fordert die CSV.

Geht es nach der CSV, soll der Spitzensport in Luxemburg künftig besser gefördert werden. (Bild: DPA)

Geht es nach der CSV, soll der Spitzensport in Luxemburg künftig besser gefördert werden. (Bild: DPA)

Am Donnerstag hat die CSV im Parlament einen neuen Gesetzesvorschlag eingebracht. Dieser zielt auf die Förderung von Spitzensportlern ab. Danach sollen nicht nur wie bisher Spitzensportler, die bei der luxemburger Armee angestellt sind, finanzielle Unterstützung erhalten, sondern auch Athleten, die sich für einen anderen Berufsweg entscheiden. «Bisher haben Studenten, die sich ebenfalls auf sportlichem Spitzenniveau bewegen, keinen einzigen Euro für ihre Leistungen erhalten. Ich glaube, dass sich in Luxemburg deshalb schon viele junge Menschen gegen ihren Sport und für ihre Ausbildung entschieden haben. So hat unser Land schon viele Talente verloren. Das wollen wir stoppen», erklärt die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt.

Den Sportlern könne es nicht zugemutet werden, nach ihrer Karriere 40 Jahre in einem Beruf zu arbeiten, den sie eigentlich nie machen wollten. Außerdem störe die viermonatige Grundausbildung in der Armee die Vorbereitung auf Wettkämpfe, da im fälligen Jahr die Saison im Grunde schon gelaufen sei. Der Staat wolle seinen Sportlern künftig auch durch eine Beratungsstelle unter die Arme greifen. «Wir können ihnen damit den Weg zu den besten Trainingsmöglichkeiten und -orten ebnen. Dabei wollen wir auch die Familien der Athleten nicht außer Acht lassen», so Arendt weiter. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, so glaubt die Abgeordnete, werde neben dem Spitzensport auch der Breiten- und Behindertensport von den Neuregelungen profitieren.

Die jüngsten Erfolge der isländischen Nationalmannschaft habe die Meinung ihrer Partei indirekt bestätigt, sagt Arendt: «Island hat noch weniger Einwohner als Luxemburg. Das zeigt, dass wir es mit den entsprechenden Rahmenbedingungen ähnliche Ergebnisse schaffen könnten.»

(swe/L'essentiel)

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