Pokémon – Luxemburg-Stadt wird zum Monster-Jagdrevier

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PokémonLuxemburg-Stadt wird zum Monster-Jagdrevier

LUXEMBURG – Die Hauptstadt ist in der Hand der Pokémon-Spieler. In Scharen machen sie mit ihren Handys Jagd auf die kleinen Monster. Wir haben sie auf der Pirsch begleitet.

Das Handyspiel «Pokémon Go» transformiert die Hauptstadt in ein riesiges Jagdrevier. Die kleinen Monster müssen zittern, denn Hunderte von Luxemburgern wollen sie mit ihren Telefonen einfangen. «Ziel ist es, 250 zu schnappen», sagt Kevin (15), der gemeinsam mit zehn anderen Spielern durch die Grand-Rue pirscht. Sie haben die Gruppenjagd gewählt, im Gegensatz zu Lucas und Luc (beide 16), die durch die Stadt als Duo streifen.

«Wenn wir im Bus oder zu Fuß unterwegs sind, warten wir darauf, bis die App uns signalisiert, ob ein Pokémon in der Nähe ist», sagt Luc, der von dem Spiel begeistert ist. «Die Figur taucht dann auf – und wir greifen zu.»

Keiner der jungen Menschen, die mit dem Reporter von L’essentiel sprachen, hatten Probleme, die App herunterzuladen. «Mewtwo zu fassen zu kriegen ist da schon eine Herausforderung. Er ist das Pokémon, das am schwierigsten zu finden ist», sagt Noah (16). Das reicht aber nicht aus, um Patrick (17) abzuhalten, der «seinen ganzen Tag in der Stadt verbringt, um Pokémon Go zu spielen». «Nichts kann mich stoppen», sagt er. «Nur ein leerer Akku.» Das ist wohl die einzige Chance für Pikachu und die anderen, um ihren Jägern zu entkommen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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