Pendler-Autobahn – Luxemburg steht zum A31-Projekt, Frankreich nicht?

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Pendler-AutobahnLuxemburg steht zum A31-Projekt, Frankreich nicht?

LUXEMBURG – Das Mobilitätsministerium findet es «bedauerlich», dass die Arbeit an der A31 auf französischer Seite gefährdet ist. Am A3-Projekt soll sich aber nichts ändern.

Die A31 könnte sich durch den fehlenden Ausbau auf französischer Seite noch mehr zum Flaschenhals entwickeln.

Die A31 könnte sich durch den fehlenden Ausbau auf französischer Seite noch mehr zum Flaschenhals entwickeln.

Editpress/Hmontaigu

Das Projekt A31 wirbelt die Beziehungen zwischen Luxemburg und Frankreich weiter durcheinander. Die französischen Behörden dürfen die geplanten Arbeiten an der Autobahn zwischen Thionville und Luxemburg nicht durchführen, da das kostspielige Projekt nach Ansicht unserer Kollegen aus dem Republikanischen Lorrain nicht einstimmig angenommen wird. Die Finanzierung sollte durch eine Mautstrecke gesichert werden.

«Wir haben dies durch die Presse erfahren», kommentierte Dany Frank, Sprecherin des luxemburgischen Ministeriums für Mobilität und öffentliche Arbeiten gegenüber L'essentiel. Wenn diese Informationen bestätigt würden, wäre dies für den grenzüberschreitenden Verkehr sehr bedauerlich und problematisch. Rund 90.000 Autofahrer nutzen den Abschnitt täglich, die A31 in Frankreich und die A3 in Luxemburg.

Luxemburg hält an seinen Plänen fest

Das Ministerium erinnert daran, dass Luxemburg «bereits an das Projekt gebunden» ist. Der Zeitplan für den Arbeitsbeginn «Anfang 2020» auf luxemburgischer Seite wurde erst letzte Woche bestätigt. Dann soll die A3 zwischen dem Gaspericher Kreuz und dem Raum Berchem dreispurig werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Jahre dauern und könnten zu einigen Verkehrsstörungen führen. «Es wäre sinnlos, wenn die Arbeit nur auf einer Seite der Grenze erledigt würde, es würde einen Engpass verursachen».

«Eine Verzögerung der Pläne auf französischer Seite würde jedoch nicht zu einem Stopp im Großherzogtum führen», erklärt Dany Frank. «Die Arbeiten werden auch dazu genutzt, die Zufahrt zum Raum Bettemburg/Düdelingen zu verbessern. Aber natürlich ist zu hoffen, dass es auch zur Verbesserung des Grenzverkehrs beiträgt.»

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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