MObiltelefonie – Luxemburg teurer als seine Nachbarländer?

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MObiltelefonieLuxemburg teurer als seine Nachbarländer?

LUXEMBURG - Handy-Kunden im Großherzogtum kommen mit ihren Verträgen relativ günstig davon. Bei Kombi-Paketen sieht die Sache aber anders aus.

Die Luxemburger haben nicht immer die günstigste Verbindung.

Die Luxemburger haben nicht immer die günstigste Verbindung.

Die Handytarife in Luxemburg sind im Vergleich zu sechs europäischen Ländern relativ günstig. Das geht aus einer Vergleichsstudie hervor, die die Telekommunikationsangebote unter die Lupe genommen hat. Für Handys mit einer Grundgebühr, die 300 Gesprächsminuten, unlimitierte SMS-Anzahl und 1 GB Datenvolumen beinhaltet, zahlen Kunden in Luxemburg im Schnitt 23,70 Euro pro Monat. In Deutschland zahlt man dafür 42,24 Euro, in Belgien hingegen 20,91 Euro und in Frankreich nur 20,21 Euro.

Was die Festnetztelefonie betrifft, ist das Großherzogtum billiger als seine Nachbarländer. Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 70 Anrufen pro Monat kommt man hierzulande auf eine Rechnung von 27,95 Euro, während man dafür in Frankreich 31,33 Euro, in Belgien 32,92 Euro und in Deutschland 30,46 Euro überweisen muss. Die Vorteile für Luxemburg ergeben sich vor allem durch den niedrigeren Mehrtwertsteuersatz von 17 Prozent und die speziellen Roaming- und Auslandsangebote der heimischen Anbieter.

Bei den Kombi-Paketen schneidet das Großherzogtum weniger gut ab. Bei einer Kombination aus Internet, TV und Festnetztelefonie* kommen Einwohner auf eine Rechnung von durchschnittlich 76,07 Euro pro Monat. Belgien (63,92 Euro und Deutschland (59,25 Euro) steigen hier billiger aus. Ein ähnliches Bild zeigt sich, wenn man auch noch Mobiltelefonie ins Paket mit einschließt – dann stehen 91,88 Euro auf der Rechnung.

* Das Angebot geht von einem High-Speed-Anschluss mit einer Übertragungsrate von weniger als 100 Mbps und einer feste Telefonrechnung ohne zusätzliche Betriebskosten aus.

(JD/L'essentiel)

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