Finanzspritze – Luxemburg überweist 30 Millionen Euro nach Belgien

Publiziert

FinanzspritzeLuxemburg überweist 30 Millionen Euro nach Belgien

LUXEMBURG/ARLON – Kleine Finanzspritze gefällig? Die belgischen Grenzgemeinden bekommen 2017 30 Millionen Euro vom Luxemburger Staat. Weil dort so viele Grenzgänger leben.

Jeden Tag pendeln 50.000 Belgier zur Arbeit nach Luxemburg.

Jeden Tag pendeln 50.000 Belgier zur Arbeit nach Luxemburg.

Editpress/Sdidier

Jedes Jahr überweist die Regierung des Großherzogtums eine Kompensationszahlung an verschiedene wallonischen Gemeinden. Dies soll die Kommunen für den Ausfall von Steuern entschädigen, der ihnen widerfährt, weil Bürger, die in Luxemburg arbeiten, in Belgien keine Einkommenssteuer zahlen. Seit 2015 wurden jedes Jahr 30 Millionen Euro von Luxemburg nach Belgien überweisen. Eine Summe, die zwischen 55 wallonischen Gemeinden aufgeteilt wird, in denen mehr als drei Prozent Grenzgänger wohnen.

Den größten Batzen bekommt die Stadt Arlon. Der Hauptstadt der belgischen Provinz Luxemburg kommt fast ein Viertel der Gesamtmittel zugute. 2017 waren es 6,9 Millionen. Das erklärte Pierre-Yves Dermagne, der belgische Minister für Lokale Angelegenheiten, am Dienstag. Aubange und Messancy liegen mit 2,78 und 2,32 Millionen auf den Plätzen zwei bis drei. Es folgen Attert (1,78 Millionen), Habay (1,78 Millionen), Bastogne (1,58 Millionen) und Étalle (1,02 Millionen).

Die anderen Gemeinden bekommen zwischen 960.000 (Vitron) und 16.000 Euro (Rendeux) überwiesen. Vier Gemeinden waren von den Finanzspritzen zuvor ausgeschlossen worden – können wegen veränderter Regelungen 2017 aber wieder von ihnen profitieren. Vier weitere Gemeinden bekommen erstmals Geld aus dem Topf. Allen neun werden laut Dermagne insgesamt 680.000 Euros überwiesen.

Compensations financières pour 2017Create pie charts

(jd/L'essentiel)

Deine Meinung