230 Millionen Liter – Luxemburg verkauft viel weniger Kraftstoff
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230 Millionen LiterLuxemburg verkauft viel weniger Kraftstoff

LUXEMBURG - Laut Finanzminister Pierre Gramegna wird Luxemburg dieses Jahr 230 Millionen Liter Kraftstoff weniger verkaufen als 2014.

Fast zwei Drittel des in Luxemburg verkauften Kraftstoffs wird in Lastkraftwagen getankt.

Fast zwei Drittel des in Luxemburg verkauften Kraftstoffs wird in Lastkraftwagen getankt.

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Bereits am 23. Juli bei der Vorstellung der Zahlen des Staatsbudgets vom ersten Halbjahr 2015 hatte der Finanzminister Pierre Gramegna (DP) vor den Abgeordneten auf einen Rückgang des Verkaufs von Kraftstoffen aufmerksam gemacht. Trotzdem entsprach das Staatsbudget den Wirtschaftsprognosen, mit einer Einnahme von 6,37 Milliarden Euro und einem Defizit von 190 Millionen Euro in einem halben Jahr.

Dennoch hat die Situation Besorgnis bei der Opposition hervorgerufen. «Es ist nicht auszuschließen, dass ein Rückgang des Kraftstofftourismus und dem damit einhergehenden Verkaufsniveau von damit verbundenen Produkten wie Zigaretten einen direkten Einfluss auf die Staatseinnahmen hat», behaupten die CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Gilles Roth, die vom Minister wissen wollen, was die tatsächliche Auswirkung der Verkäufe auf die Staatsausgaben ist.

Den Vorhersagen entsprechend

Heute Morgen hat der Minister geantwortet, die Steuerverwaltung ginge davon aus, dass die Resultate der ersten sechs Monate eine Senkung von ungefähr 180 Millionen Liter Diesel und ungefähr 50 Millionen Liter Benzin für das ganze Jahr 2015 gegenüber von 2014 ankündigen. Das macht insgesammt 230 Millionen verkaufte Liter Kraftstoff weniger als noch letztes Jahr und stellt einen Rückgang von zehn Prozent gegenüber von 2014 dar. Letztes Jahr hatte das Großherzogtum fast 2,5 Milliarden Liter Kraftstoff, davon zwei Milliarden Liter Diesel vertrieben.

Was die Zigaretten anbelangt, behauptet Pierre Gramegna, «die Einnahmen, welche von der Verbrauchssteuer herrühren, sinken unter anderem wegen des Rückgangs der Verkäufe» von Tabak, was die Fondation Cancer freuen dürfte. «Dieser Rückgang zieht wahrscheinlich eine Senkung der erwarteten Einnahmen von zirca zehn Millionen Euro nach sich». Nicht viel also, wenn man bedenkt, dass der Tabak dem Staat jedes Jahr mehr als eine halbe Millarde Euro einbringt. «Dieser Rückgang hat keine Auswirkung auf die für 2015 vorgesehenen budgetären Ausgaben», bestätigt der Minister.

Wenn die «Regierung diese Entwicklungen weiterhin genau verfolgt», unterstützt sie keinerlei Panikmache. Wie Gramegna den Abgeordneten bereits am 23. Juli erklärt hatte, stimmt das Budget für 2015 momentan, fast bis auf den Cent genau, mit den Vorhersagen überein.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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