Nach tödlichen Unfällen – Luxemburg verschärft Gangart gegen Suff-Fahrer

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Nach tödlichen UnfällenLuxemburg verschärft Gangart gegen Suff-Fahrer

LUXEMBURG - Nach dem schwarzen Wochenende mit drei Toten im Straßenverkehr will die Regierung handeln. Die Zahl der Alkoholkontrollen soll massiv steigen.

Bei einem durch Alkohol am Steuer ausgelösten Autounfall bei Dippach kamen in der Nacht auf Sonntag zwei Menschen ums Leben.

Bei einem durch Alkohol am Steuer ausgelösten Autounfall bei Dippach kamen in der Nacht auf Sonntag zwei Menschen ums Leben.

Polizei

Die zwei tödlichen Unfälle mit drei Toten am vergangenen Wochenende lassen bei den Verantwortlichen die Alarmglocken schrillen. In beiden Fällen war wahrscheinlich Alkohol am Steuer schuld. «Die Zahl der Alkohol-Kontrollen wird in Absprache mit den Sicherheitskräften massiv erhöht», sagt Paul Hammelmann, Präsident des Vereins «Sécurité Routière», zu L’essentiel.

Der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, François Bausch, die Polizei und die Sécurité Routière trafen sich am Montag zu einem Gespräch. «Es ist eine radikale Änderung auf den Straßen notwendig», sagt Hammelmann.

Neben Suff-Fahrern stehen auch Raser im Fokus. Auf Nationalstraßen im ländlichen Raum könnte das Tempolimit künftig von 90 auf 80 km/h gesenkt werden. Im Ministerium soll in den nächsten Tagen eine Arbeitsgruppe gegründet werden, um das Thema zu erörtern.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

Bausch spricht Bäume frei

Sind die Bäume am Straßenrand schuld an den schlimmen Unfällen?

Minister François Bausch hat am Montag eine entsprechende Stellungnahme des Präsidenten der «Association des victimes de la route», Raymond Schintgen, zurückgewiesen. «Es ist schlimm, so etwas zu sagen und dem eigentlichen Problem aus dem Weg zu gehen. Es ist allgemein anerkannt, dass Geschwindigkeit und Alkohol schuld an den tragischen Vorfällen vom vergangenen Wochenende sind.»

Der Präsident der AVR bleibt jedoch auf Nachfrage bei seiner Meinung: «Der Minister hat mehrere positive Dinge vorangetrieben, aber das Sicherheitsproblem mit den Bäumen besteht weiterhin.»

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