Geldstrafe und Fahrverbot – Luxemburg verurteilt erstmals Unfall-Gaffer

Publiziert

Geldstrafe und FahrverbotLuxemburg verurteilt erstmals Unfall-Gaffer

LUXEMBURG – Das Bezirksgericht Luxemburg hat am Dienstag sieben sogenannte Gaffer zu Geldstrafen und Fahrverboten auf Bewährung verurteilt. Eine Premiere im Großherzogtum.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte sich auf der Autobahn 1 in Luxemburg ein heftiger Unfall ereignet. Drei Lkw waren ineneinander gedonnert. Ein Fahrer war so schwer eingeklemmt worden, dass die Rettungskräfte 40 Minuten benötigten, um ihn zu bergen. In der Folge bildete sich – natürlich – ein Stau. Doch nicht nur auf der Seite, auf der der Unfall passiert war, sondern auch in der Gegenrichtung. Was die Rettungsarbeiten erheblich erschwärte. Schuld daran waren Gaffer. Sechs von ihnen ist nun der Prozess gemacht worden, am heutigen Dienstag ergingen die Urteile.

Drei Berufskraftfahrer, ein Bankangestellter sowie eine Hausfrau – alle zwischen 30 und 53 Jahren alt – wurden zu 250 Euro Geldstrafe sowie einem dreimonatigen Fahrverbot auf Bewährung verurteilt, berichtet rtl.lu. Die Staatsanwaltschaft hatte Fahrverbote ohne Bewährung gefordert. Die Angeklagten waren bei der Gerichtsverhandlung Ende November geständig gewesen und hatten Reue gezeigt. Eine weitere Frau – die nicht zum Gerichtstermin erschienen war – trifft es härter. Für sie gilt die Bewährung nicht, sie muss ihren Führerschein drei Monate abgeben. Ein siebter Gaffer hatte vom Gericht nicht erreicht werden können. Ihm wird nun ein eigener Prozess gemacht.

(pw/L'essentiel)

Deine Meinung