Vorwahlen in den USA – Luxemburg wählt den Trump-Herausforderer
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Vorwahlen in den USALuxemburg wählt den Trump-Herausforderer

LUXEMBURG – Die Anhänger der US-Demokratischen Partei nehmen am heutigen Dienstag in Luxemburg an den «Primaries» zur US-Präsidentschaftswahl teil.

Der US-Wahlkampf der Democrats Abroad läuft auch in Luxemburg.

Der US-Wahlkampf der Democrats Abroad läuft auch in Luxemburg.

DR

Wer tritt für die US-Demokraten bei der Präsidentschaftswahl am 3. November gegen Donald Trump an? Das wird erst nach den «Primaries», den Vorwahlen, feststehen. In den Vereinigten Staaten läuft der Wahlkampf derzeit auf Hochtouren. Auch die in Luxemburg ansässigen Anhänger der Demokratischen Partei geben am heutigen «Super Tuesday» und am Dienstag kommender Woche ihre Stimme ab.

Insgesamt 380 im Großherzogtum lebende Amerikaner sind Mitglieder der «Democrats Abroad Luxembourg». «Wer noch an der Wahl teilnehmen möchte, kann sich noch registrieren lassen», betont die Präsidentin des Kommittees, Natalie Bachiri. Die Wahlbeteilung an den Vorwahlen fällt üblicherweise höher aus als bei den Zwischenwahlen.

Sanders ist bislang Favorit

Laut Natalie Bachiri sei die Wahrscheinlichkeit, dass Donald Trump letztendlich aus dem Amt gewählt wird, «hoch, weil die Bevölkerung unzufrieden ist und erkannt hat, dass sich etwas ändern muss». Für Bachiri war das Impeachment-Verfahren ein Erfolg – auch wenn es nicht zu Ende gebracht wurde. «Nun wissen die Bürger, dass Trump seine Macht missbraucht und Druck auf ein fremdes Land ausgeübt hat», sagt sie.

Bei den Demokraten konkurrieren derzeit insgesamt zehn Kandidaten. Bernie Sanders gilt bislang als Favorit bei den Vorwahlen – gilt aber wegen seines hohen Alters (78) und weil viele seine Ansichten für zu radikal halten, auch als umstritten.

(jg/L'essentiel)

Mögliche Einmischung Russlands?

Seit den US-Präsidentschaftswahlen von 2016 wird eine mögliche Einmischung Russlands auf die US-Präsidentschaftswahl 2020 befürchtet. Laut Nathalie Bachiri sei dieses Risiko nicht ganz auszuschließen. Sie hofft jedenfalls, dass «Wähler klug genug sind, selbst zu recherchieren, um herauszufinden, wer der beste Kandidat ist, anstatt dubiosen Botschaften in sozialen Netzwerken zu vertrauen».

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