Corona-Pandemie – Luxemburg weitet Angebot für Drittimpfung aus
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Corona-PandemieLuxemburg weitet Angebot für Drittimpfung aus

LUXEMBURG - Die Regierung setzt im Kampf gegen Corona auf einen höheren Schutz der Bevölkerung. Alle Personen ab zwölf Jahren sollen nun Zugang zur Booster-Impfung bekommen.

Impfdurchbrüche mehren sich. Nun soll eine Booster-Impfung Abhilfe schaffen.

Impfdurchbrüche mehren sich. Nun soll eine Booster-Impfung Abhilfe schaffen.

DPA

Im Kampf gegen den Wiederanstieg der Corona-Infektionsraten setzt die Regierung auf die Ausweitung der Auffrischungsimpfung. Weitaus größere Teile der Bevölkerung sollen sie erhalten, um die Zahl der Impfdurchbrüche zu verringern.

Premierminister Xavier Bettel (DP) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) werden in ihrer Ansprache am Freitagnachmittag «ein sehr breites Angebot an Drittimpfungen machen», so eine Quelle aus der Koalition im Gespräch mit L'essentiel. Wahrscheinlich sei, dass im Regelfall alle Personen, deren zweite Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt, die weitere Dosis verabreicht bekommen können.

Nicht die einzige neue Maßnahme

Auch die Booster-Injektion sei freiwillig, eine Impfpflicht sei weiterhin nicht vorgesehen. «Eine sehr große Bevölkerungsgruppe wird von der Drittimpfung profitieren können», so unsere Quelle. Für Kinder im Alter unter zwölf Jahren würden die Vakzine allerdings weiterhin nicht freigegeben. Dies werde erst geschehen, wenn «die Experten unterschiedlicher luxemburgischer Institutionen dafür grünes Licht geben.» Erst am Dienstag wurde der Antrag für die Booster-Impfung für alle Luxemburger ab zwölf Jahren in der Chamber mit großer Mehrheit angenommen (58 von 60 Stimmen).

Laut unserer Quelle werde dies aber nicht die einzige Maßnahme bleiben, die am Freitag nach der Sitzung des Regierungsrates verkündet wird. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen und Krankenhauseinweisungen «weiterhin auf einem erträglichen Niveau sind, müssen wir um jeden Preis verhindern, dass sich die Lage weiter verschlimmert. Wir können nicht so tun, als würden wir keine Rekordzahlen erreichen.» Das seit dem 18. Oktober geltende Covid-Gesetz soll nicht vor seinem Ablauf am 18. Dezember geändert werden.

(jg/L'essentiel)

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