Luxembourg/UN – Luxemburg will Gender-Pay-Gap bis 2030 beseitigen
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Luxembourg/UNLuxemburg will Gender-Pay-Gap bis 2030 beseitigen

LUXEMBURG – Die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern zu beseitigen steht schon länger auf Luxemburgs Agenda. Nun ist das Großherzogtum einer Koalition beigetreten.

Taina Bofferding will sich für «eine gleichberechtigte und inklusive Arbeitswelt» einsetzen.

Taina Bofferding will sich für «eine gleichberechtigte und inklusive Arbeitswelt» einsetzen.

Fabrizio Pizzolante

Luxemburg hat beschlossen, der Internationalen Koalition für Lohngleichheit (EPIC) beizutreten. Das gab die Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Taina Bofferding (LSAP), am Mittwoch bekannt. Angeführt von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), UN Women und der OECD hat die Koalition das Ziel, die UN-Mitgliedsstaaten auf dem Weg zu gleichem Lohn für Frauen und Männer «für gleichwertige Arbeit bis 2030» zu begleiten.

«Wir hoffen, bewährte Verfahrensweisen austauschen zu können, um weiter voranzukommen», erklärt Taina Bofferding in der Mitteilung weiter. Sie wolle sich für «eine gleichberechtigte und inklusive Arbeitswelt» einsetzen. Auf nationaler Ebene gibt es in Luxemburg seit 2016 ein Gesetz zur Lohngleichheit, das Teil des Arbeitsgesetzes ist. Die Nichteinhaltung stellt eine Straftat dar. Der Unterschied zwischen den Löhnen von Männern und Frauen hat sich in den letzten Jahren verringert, er liegt jetzt bei 1,6 Prozent des Bruttostundenlohns.

Mit dem Beitritt zu EPIC folgt das Land seiner Verpflichtung, «das Bewusstsein zu stärken und konkrete Werkzeuge bereitzustellen». In Luxemburg können Unternehmen bereits jetzt eine spezielle Software erhalten. Die kostenlose Anwendung ermöglicht den Unternehmen die Messung der Lohnunterschiede und erleichtert so das Gegensteuern.

(nc/L'essentiel)

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