Weltraumforschung – Luxemburg will sich noch mehr bei ESA einbringen

Publiziert

WeltraumforschungLuxemburg will sich noch mehr bei ESA einbringen

LUXEMBURG – Das Großherzogtum will weiter hoch hinaus und künftig noch enger mit der Europäischen Weltraumagentur kooperieren – vor allem im Bereich der Asteroidenmissionen.

Die Pariser Luftfahrtmesse findet alle zwei Jahre auf dem Flughafen in Le Bourget statt. Jetzt haben Luxemburg und die Esa dort eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.

Die Pariser Luftfahrtmesse findet alle zwei Jahre auf dem Flughafen in Le Bourget statt. Jetzt haben Luxemburg und die Esa dort eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart.

DPA/Francois Mori

Luxemburgs Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Jan Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumagentur ESA haben heute in Paris eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, wie die Luxemburger Regierung mitteilt. In Paris läuft derzeit die Luftfahrtmesse («Salon international de l’aéronautique et de l’espace»), die alle zwei Jahre auf dem Flughafen Le Bourget ausgerichtet wird.

Dort wurde vereinbart, dass Luxemburg und die ESA noch enger gemeinsam technische und wissenschaftliche Aspekte der Raumfahrt erforschen wollen. So will die ESA den aktuellen Stand der Erforschung und Nutzbarmachung von Asteroiden analysieren: Einerseits, um künftige Missionen besser beurteilen zu können, aber auch, um auf nationaler Ebene spezielle Anforderungen zu definieren, wie der Staat Missionen genehmigen und beaufsichtigen kann.

Der Traum vom Space-Mining

Weitere mögliche Themenfelder könnte die Klassifikation erdnaher Asteroiden sein oder die Untersuchung des Inneren von Asteroiden – inklusive Ideenfindung, wie das vor Ort zu machen ist. Aber auch Laborversuche mit Meteoriten oder die Erschaffung eines rein virtuellen Instituts steht als Möglichkeit im Raum.

Minister Etienne Schneider freut sich über die Vereinbarung zu engerer Kooperation, die letztlich nur der «logische nächste Schritt» sei: « Luxemburg ist bereit und bemüht, die wachsende Zahl von kommerziellen Rauminitiativen, ihre vielen Lieferanten und Kunden zu unterstützen und zu fördern – und die unerschrockenen Forscher, die den Raumbergbau wahr machen wollen».

Luxemburg seit 2005 ESA-Mitglied

Das Großherzogtum kooperiert seit fast 20 Jahren mit der ESA und ist seit 2005 ESA-Mitgliedsstaat. Eine bisherige gemeinsame Aktivität war etwa ein im September 2016 in Luxemburg ausgerichtetes Treffen von Forschern und Ingenieuren zur Asteroiden-Erforschung und -Nutzung.

Die Teilnahme Luxemburgs an der ESA-Forschung geschieht vor allem im Rahmen des Projekts SpaceResources.lu, das Wege sucht zum Abbau von Rohstoffen aus dem Weltall.

Durch die aktuelle Erklärung hätten Luxemburg und die ESA nochmals die Vorteile der Weltraumforschung für die gesamte Menschheit betont, erklärt die Regierung: Wissenschaft und Innovationen würden gefördert, die Menschen inspiriert und die friedliche internationale Zusammenarbeit weitergebracht. Dabei werde die wichtige Rolle von Asteroiden als potenzielle Ressourcen zur Ausweitung der menschlichen Präsenz im Weltraum erkannt – genauso wie deren Gefahr für die Erde.


(Frank Goebel/L’essentiel)

Deine Meinung