Restitutionsabkommen – Luxemburg wird jüdische Nazi-Opfer entschädigen
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RestitutionsabkommenLuxemburg wird jüdische Nazi-Opfer entschädigen

LUXEMBURG – Die Luxemburger Regierung und die Jüdische Gemeinde unterzeichnen am Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein Restitutionsabkommen.

Die Villa Pauly, das Hauptquartier der Gestapo in Luxemburg.

Die Villa Pauly, das Hauptquartier der Gestapo in Luxemburg.

Editpress/Archives Editpress

Die Regierung Luxemburgs und die Jüdische Gemeinde werden am 27. Januar – dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz – eine historische Vereinbarung unterzeichnen. Beide Seiten sind «in bisher ungeklärten Fragen bezüglich Enteignungen im Zusammenhang mit dem Holocaust» während der Besatzungsjahre übereingekommen, wie die Regierung mitteilte. Bisher existiert in Luxemburg kein solches Restitutionsabkommen zur Entschädigung oder Rückgabe jüdischen Eigentums.

Details zum Inhalt des Abkommens werden bei der Unterzeichnungszeremonie bekanntgegeben. Für Luxemburg werden Premierminister Xavier Bettel (DP) und Finanzminister Pierre Gramegna (DP) unterzeichnen, ebenso der Präsident des Consistoire israélite de Luxembourg, Albert Aflalo. Mitunterzeichnend werden außerdem Dimitri Dombret, europäischer Repräsentant der World Jewish Restitution Organization und François Moyse, Präsident der Fondation luxembourgeoise pour la mémoire de la Shoah, sein.

(mei/L'essentiel)

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