Pro Woche – Luxemburger arbeiten im Schnitt 40,7 Stunden
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Pro WocheLuxemburger arbeiten im Schnitt 40,7 Stunden

LUXEMBURG - Die Zahl der Überstunden von Arbeitnehmern hängt im Großherzogtum sowohl vom Alter wie auch vom Beruf ab.

In Sachen Überstunden gibt es große Unterschiede bei Geschlecht und Alter.

In Sachen Überstunden gibt es große Unterschiede bei Geschlecht und Alter.

DPA

Ein Angestellter in Luxemburg arbeitet kaum mehr als die gesetzlich vorgeschriebene 40-Stunden-Woche. Wie Zahlen des «Quality of work Index» von 2015 zeigen, liegen die Arbeitnehmer im Großherzogtum im Schnitt bei 40,7 Stunden in der Woche. Dennoch ist dies eine Stunde mehr als im Vorjahr.

Man muss die Zahlen aber differenziert betrachten. So gibt es einen Unterschied von sechs Stunden zwischen Männern (43,1) und Frauen (37,1). Diese Differenzen sind vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr Frauen Teilzeit arbeiten. Ein Drittel der weiblichen Angestellten haben keinen Vollzeit-Job, während es bei den Männern nur 4,2 Prozent sind. Insgesamt kommen im Durchschnitt aber noch 2,7 unbezahlte Stunden pro Woche drauf.

Männer klotzen mehr ran

Unterschiede gibt es aber nicht nur in Sachen Geschlecht, sondern auch bei den Berufen. So kommen Angestellte im Handel und Verkäufer im Schnitt auf 8,6 Überstunden pro Woche. Direktoren und andere Führungskräfte kommen auf 6,1 Zusatzstunden.

Auf der anderen Seite der Skala stehen Hilfsarbeiter und Reinigungskräfte, die 0,2 Stunden pro Woche extra schieben. Auch in der Industrie und im Handwerk gibt es nur wenig Überstunden (0,6).

Beim Alter gibt es ebenfalls erhebliche Unterschiede. Jüngere Menschen, zwischen 25 und 34 Jahren, die oft auf ihre Karriere fixiert sind, machen im Schnitt 3,9 Überstunden pro Woche. Je älter man wird, desto mehr sinkt die Zahl. Man muss ja auch nichts mehr beweisen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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