Statistik – Luxemburger Arbeitnehmer sind seltener krank

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StatistikLuxemburger Arbeitnehmer sind seltener krank

LUXEMBURG – Die Arbeitgeber im Großherzogtum mussten 2017 weniger krankheitsbedingte Fehltage notieren, als im Vorjahr. Die Rate der Ausfälle ging aber nur leicht zurück.

Psychische Krankheiten waren 2017 der Hauptgrund für längere Krankenscheine.

Psychische Krankheiten waren 2017 der Hauptgrund für längere Krankenscheine.

DPA

Etwas mehr als einer von zwei Arbeitnehmern (53 Prozent) hat sich im vergangenen Jahr länger als einen Tag krank gemeldet. Insgesamt fehlte der kranke luxemburgische Arbeitnehmer 3,64 Prozent seiner Arbeitszeit im Jahr 2017. Gegenüber dem Vorjahr ging die Rate – wenn auch leicht – um 0,09 Prozent zurück. Das teil das Gesundheitsministerium am Dienstag mit.

Fast jeder zweite Arbeitnehmer (47 Prozent) war 2017 nicht krank. Die, die aber doch das Bett hüten mussten fehlten im Durchschnitt 2,6 Mal und blieben jeweils 8,1 Tage zu Hause. Die leichte rückläufige Entwicklung wird unter anderem damit erklärt, dass die Grippe und Magen-Darm-Epedemien 2017 weniger schlimm um sich griffen, als in den Vorjahren.

Kosten von 619 Millionen Euro

Am häufigsten erkrankten Arbeitnehmer aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus dem Gastronomiegewerbe (jeweils 4,8 Prozent der gesamten Arbeitszeit). Die wenigsten Fehltage wurde im Bereich Information und Kommunikation verzeichnet (2,2 Prozent). Auch was die Krankheitsdauer betrifft gibt es auch erhebliche Unterschiede zwischen den Gewerben. Sie variiert von durchschnittlich 4,7 Fehltagen im Finanz- und Versicherungssektor bis zu 12,4 Tagen in der Gastronomie.

Infektionskrankheiten und Parasiten waren 2017 in Luxemburg der Hauptgrund für kurzzeitige Krankmeldungen von weniger als 21 Tagen. Sie machten 2017 28,7 Prozent der Fehltage aus. Psychische Krankheiten waren im vergangenen Jahr die häufigste Ursache für längere Fehlzeiten.

(sw/L'essentiel)

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