Voice of Germany – Luxemburger auf Überholspur bei «The Voice»

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Voice of GermanyLuxemburger auf Überholspur bei «The Voice»

Am heutigen Donnerstagabend haben gleich zwei Talente aus Luxemburg ihr Glück bei «The Voice of Germany» versucht. Jimmy Risch und Christine Heitz geben auf der Bühne alles.

Gleich zwei Luxemburger Nachwuchs-Künstler haben am heutigen Donnerstagabend ihr Talent bei der beliebten Castingshow «The Voice of Germany» unter Beweis gestellt. Nachdem es für Christina Rodrigues am vergangenen Sonntag zwei Mal gebuzzert hat, haben Christine Heitz und Jimmy Risch versucht in ihre Fußstapfen zu treten und die Jury in der neunten Vorrundenshow von ihrer Stimme zu überzeugen.

Christine, die 20-jährige Luxemburgerin aus Mertzig traut sich mit einem Song der norwegischen Musikerin Sigrid auf die Bühne. Diese feierte dieses Jahr mit «Don't Kill My Vibe» internationale Erfolge. Mit genau diesem Song versuchte sich die junge Luxemburgerin in die Herzen der Jury zu singen.

Drei Mal schlägt der Drummer den Takt vor. Dann beginnt Christine zu singen – zurückhaltend, fast schon zögerlich. Doch bereits nach 15 Sekunden erzielt Christine den ersten Gänsehaut-Moment. Fanta-4 wippen zum Beat, Samu ist von Christines Stimmfarbe komplett verblüfft und Yvonne lehnt sich entspannt in ihren Jury-Sessel zurück. Dann passiert es: Das Publikum applaudiert. «Das war geil!» ertönt es von der Fanta-4-Couch. Dann beginnt der Buzzer-Hagel.

«Das war verdammt gut gesungen!»

Zuerst dreht sich Yvonne um, dann Samu. Christine hüpft vor Freude und hat sichtlich Spaß auf der Bühne. Dann entschließen sich auch Fanta-4 für die junge Luxemburgerin zu buzzern. Nur Mark Foster lässt sich nicht ganz mitreißen. «Ein Glück haben wir gedrückt!», sagt Yvonne Catterfeld freudestrahlend.

Die 20-jährige aus Luxemburg hat sich «einen mutigen Song ausgesucht.» Smudo ist nach ihrem Auftritt immernoch verblüfft: «Es klang so, als wärst du völlig aus dir raus gegangen und auf der Bühne hin und her gesprungen und dann drehen wir uns um und du standest nur so da. Ich fands irre, dass das so dynamisch geklungen hat. Das ist eine Top-Qualität!»

Die 20- jährige geht derzeit noch zur Schule und macht eine Ausbildung zur Krankenschwester. Vielleicht zweifelt Yvonne Catterfeld aus diesem Grund an Christines Biss. Daraufhin entgegnet sie zur Teilnahme bei «The Voice of Germany» gezwungen worden zu sein. So ganz glauben kann man das der jungen Luxemburgerin nach solchen Freudensprüngen aber nicht.

Christine hat einen Youtube-Channel auf den sie einige Songs hochlädt. Einen davon sehen Sie hier:

Christine geht ins Team Fanta

Bei der Entscheidung mit wem die 20-Jährige «geht», entscheidet sie sich für die Fantastischen Vier. Die freuen sich sehr: «In unserem Alter brauchen wir eine Krankenschwester im Team».

Glück kommt selten allein

Zuvor war der 19-jährige Jimmy Risch aus Steinsel an der Reihe. Er hat sich den Song «Colorblind» von den Counting Crows für die Blind Auditions ausgesucht. Mit dabei seine Familie, die ihm in dieser aufregenden Situation zur Seite steht. Sein Vater Luc ist sein großes Idol, das betont Jimmy oft. Ihm sei seine Liebe zur Musik zu verdanken. Denn auch er macht seit vielen jahren Musik. In seiner Jugend tourte Luc mit seiner Musik durch das Land.

«Jedes Mal wenn mein Vater auf Festen gesungen hat, war das ein Highlight für mich. Ich werde ihm immer nacheifern». Sein Vater spricht dem nervösen Jimmy vor seinem Aufrtitt Mut zu. Von klein auf spielt der heute 19-Jährige Gitarre und sorgt auf Familienfeiern und kleineren Veranstaltungen für Stimmung. Für die «The Voice»-Jury und das große Fernsehpublikum hat er sich «Colorblind» von den Counting Crows ausgesucht.

Buzz in letzter Sekunde

Es ist still in der Voice of Germany -Arena. Dann endlich erklingt Jimmy´s Stimme zur Ballade der Counting Crows. Die Jury ist sich aber unsicher und zögert. Dann in letzter Sekunde ergreift Yvonne Catterfeld die Chance und haut auf den Buzzer. «Ich glaube, dass da sehr viel Potenzial ist, ich freue mich sehr, aber wir müssen noch den richtigen Song für dich finden», erklärt die deutsche Künstlerin. Auch Fanta-4 sind von Jimmys Talent überzeugt: «Das Gefühl für die Musik ist da. Du bist bei Yvonne gut aufgehoben.»

Jimmy macht seit Jahren Musik. Eines seiner aufgenommenen Coversongs sehen Sie hier.

Luxemburger Musikern fehlt eine Bühne

Dass Luxemburg für Musiker ein schwieriger (weil ziemlich kleiner) Markt ist, davon können viele Künstler ein Liedchen trällern. Ebenfalls ein Problem: Für aufstrebende Talente gibt es kaum Bühnen, für reine Sänger ohne Band sowieso. Eine Castingshow hat Luxemburg auch nicht mehr. Alle diese Punkte könnten ein Grund dafür sein, warum dieses Jahr so viele Talente aus dem Großherzogtum ins Studio von «The Voice of Germany» pilgern und sich den Argusohren von Yvonne, Samu, Mark und Michi und Smudo stellen.

Am vergangenen Wochenende sang sich bereits Christina Rodrigues in die Herzen der Juroren. Gleich zwei Coaching-Teams wollten die Luxemburgerin in ihrem Team haben, nachdem sie in der «Blind Audition» mit einem Song der Soul-Bombe Erykah Badu für Gänsehaut im Publikum gesorgt hatte. Am Ende entschied sich Christina dafür, sich von Yvonne Catterfeld coachen zu lassen. Diese war voll des Lobes für sie gewesen: «Ich mag deine Stimmfarbe und du hast eine tolle Aura.»

Damit haben es drei Luxemburger in die nächste Runde bei «The Voice of Germany» geschaftt. Jetzt geht es für die drei jungen Musiker in die Battles, in denen sie gegen ihre Mitstreiter antreten müssen.

(chb/L'essentiel)

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