Finanzplatz – Luxemburger Banken ziehen positive Bilanz

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FinanzplatzLuxemburger Banken ziehen positive Bilanz

LUXEMBURG - Dank der Erhöhung der Kreditvolumen an Privatpersonen und Unternehmen schrieben die Luxemburger Banken für das Jahr 2016 gute Zahlen.

Trotz niedrigem Zinssatz erzielten mehr als die Hälfte der Banken in Luxemburg einen Gewinn.

Trotz niedrigem Zinssatz erzielten mehr als die Hälfte der Banken in Luxemburg einen Gewinn.

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Die 141 Banken im Großherzogtum erzielten eine Gesamtbilanz von 770,1 Milliarden Euro für das Jahr 2016. Laut einer Studie, die am gestrigen Montag von PwC veröffentlicht wurde, entspricht dies einem Zuwachs von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn erreicht somit 4,819 Milliarden Euro. Schließt man den Verkauf der Beteiligung der Deutschen Bank Luxemburg an der chinesischen Hua Xia Bank (für 741 Millionen Euro) aus, so ist die Bilanz fast auf dem Niveau des Jahres 2015.

Drei der Luxemburger Banken dominieren den Finanzplatz im Großherzogtum: die BCEE (Banque et Caisse d'Épargne de l'État), die BIL (Banque internationale à Luxembourg) und die KBL. Allein diese drei Banken erzielten – mit 85,105 Milliarden Euro für das Jahr 2016 – 88,1 Prozent der Gesamtbilanz und 83,3 Prozent des Gewinns (743,8 Millionen Euros).

Die in Luxemburg niedergelassenen chinesischen Banken haben derweil den Durchbruch geschafft. Mit 7,8 Prozent des Luxemburger Finanzplatzes sind sie – hinter den Schweizer Geldhäusern – nun die drittstärkste Kraft. Die Gewinne der chinesischen Banken steigen weiter. Als Grund gelten laut Studie unter anderem die erhöhten Kreditvolumen und Investitionen in Personal und Infrastrukturen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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