Luxemburg – Luxemburger Beteiligung an Öl-Pipeline beendet

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LuxemburgLuxemburger Beteiligung an Öl-Pipeline beendet

LUXEMBURG – Die BNP Paribas und der Luxemburger Pensionsfonds beteiligen sich nicht länger an der umstrittenen Ölpipeline durch ein Indianerreservat.

Eine Frau bei einer Demonstration gegen die «Dakota Access Pipeline».

Eine Frau bei einer Demonstration gegen die «Dakota Access Pipeline».

DPA/Tannen Maury

Am 9. März forderten zwölf Aktivisten aus Luxemburg die Regierung, den Pensionsfonds und die BNP Paribas auf, die Unterstützung des Bauvorhabens an einer umstrittenen Ölpipeline einzustellen. Während der weltweiten Proteste gegen die «Dakota Access Pipeline» zeigten die Demonstranten auf, dass der Luxemburger Pensionsfonds Unternehmen, der an deren Bau beteiligt sind, Geldmittel zur Verfügung stellt – genauso wie die BNP Paribas, die drittgrößte Bank Europas, an der der Luxemburger Staat ebenfalls beteiligt ist. In den vergangenen Wochen haben sich weitere 120 Luxemburger diesem Aufruf angeschlossen.

Parallel dazu haben NGOs (engl: Nicht-Regierungs-Organisationen) in der ganzen Welt die Banken, die die «Dakota Access Pipeline» finanzieren, aufgefordert, ihre Beteiligung zu überdenken und zurückzuziehen. Entsprechende Aktionen gab es sowohl in Amerika als auch in Europa.

Proteste in Luxemburg zeigen Wirkung

Die norwegische DNB war eines der ersten Kreditinstitute, das dem Druck nachgab, und seine finanzielle Unterstützung zurückzog. Weitere folgten überall in Europa.

Inzwischen hat auch der Luxemburger Pensionsfonds beschlossen, den Unternehmen, die an der Umsetzung des Projekts beteiligt sind, ihre Unterstützung zu entziehen.

Bau trotz Protesten fertiggestellt

Zwar hat Donald Trump nach seiner Amtseinführung dafür gesorgt, dass der Bau der Pipeline unverzüglich vollendet wird, dennoch hielt der Widerstand gegen das Projekt an. Seit dem 1. Juni fließt Rohöl aus den Fracking-Bohrungen in North Dakota durch die Pipeline.

Nachdem die Standing Rock Sioux aus North Dakota zweimal von den Gerichten abgewiesen worden waren, wurde ihrem Einwand, dass die Pipeline die Wasserversorgung von 17 Millionen Menschen bedroht, Mitte Juni stattgegeben. Zu dem Zeitpunkt hat US-Bundesrichter James Boasberg eine Überprüfung des Betriebs der Pipeline angeordnet, die durch ein Stammesgebiet der Sioux verläuft. Diese Überprüfung dauert voraussichtlich bis ins nächste Jahr hinein an.

(Dominik Dix/L'essentiel)

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