Umfrage – Luxemburger Chefs taugen nur bedingt als Vorbilder

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UmfrageLuxemburger Chefs taugen nur bedingt als Vorbilder

LUXEMBURG - Viele Angestellte in Luxemburg stellen ihren Vorgesetzten kein gutes Zeugnis aus. Nur 60 Prozent halten ihren Chef für ein gutes Vorbild.

Bernd Stromberg aus der gleichnamigen Fernsehserie ist der Inbegriff des bösen Chefs. Glaubt man der Randstad-Studie, dann sitzen auch in den Chefetagen in Luxemburg einige Strombergs.

Bernd Stromberg aus der gleichnamigen Fernsehserie ist der Inbegriff des bösen Chefs. Glaubt man der Randstad-Studie, dann sitzen auch in den Chefetagen in Luxemburg einige Strombergs.

DPA/Willi Weber

Die Manager in Luxemburg sind für ihre Mitarbeiter keine guten Vorbilder. Das geht aus einer Vergleichsstudie des niederländischen Personalvermittlers Randstad hervor. Luxemburgs Bosse landen in dem Ranking auf dem traurigen vorletzten Platz – weltweit.

Nur 60 Prozent der Arbeitnehmer im Großherzogtum attestieren ihrem Vorgesetzten, dass er die Unternehmenskultur vertritt und mit gutem Beispiel voran geht, heißt es im «Randstad Arbeitsbarometer», einer Online-Umfrage in 33 Ländern. Nur Japan (53 Prozent) weist noch schlechtere Werte auf.

Kein großer Appetit auf neuen Job

Auch in Deutschland (64 Prozent) und Frankreich (66 Prozent) taugen die Chefs nur bedingt als Vorbilder für ihre Mitarbeiter. Etwas besser sieht es in Belgien (70 Prozent) aus. In Indien (90 Prozent), China, Malaysia und den USA (zwischen 83 und 82 Prozent) genießen die Vorgesetzten hingegen einen weit besseren Ruf als bei ihren europäischen Kollegen.

Noch ein interessanter Aspekt der Studie: In Luxemburg ist der Anteil jener Beschäftigten, die sich «aktiv um Stellen bewerben» oder sich «spezifisch umsehen», unter allen Ländern am niedrigsten. Eine andere Befragung war kürzlich zu dem Ergebnis gekommen, dass sehr viele Arbeitnehmer einen Job-Wechsel zumindest in Erwägung ziehen. Ob sie es dann auch in die Tat umsetzen, ist offenbar eine andere Geschichte – mieser Chef hin oder her.

Für die Studie befragte Randstad Angestellte im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die mindestens 24 Stunden pro Woche bezahlte Arbeit verrichten. Pro Land wurden mindestens 400 Beschäftigte interviewt, so Randstad.

(jt/L'essentiel)

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