Kleinstaatenspiele – Luxemburger Delegation steht wieder ganz oben

Publiziert

KleinstaatenspieleLuxemburger Delegation steht wieder ganz oben

Nach 2013 und 2017 haben die Sportler aus dem Großherzogtum zum dritten Mal die Spiele der kleinen Staaten Europas gewonnen. Sie gewannen insgesamt 76 Medaillen.

Die hochgehandelten Sportler aus Montenegro konnten ihrer Konkurrenz aus Luxemburg letztendlich bei den 18. Spielen der kleinen Staaten Europas nicht das Wasser reichen. Die Gastgeber schickten, anders als in den Jahren zuvor, im eigenen Land weitaus mehr Athleten ins Rennen und stellten mit die größte Delegation. Am Ende griffen jedoch die Luxemburger, wie schon 2013 zu Hause und 2017 in San Marino, am häufigsten nach Edelmetall. Bereits nach dem vorletzten Wettkampftag am Freitag lagen die Sportler aus dem Großherzogtum uneinholbar an der Spitze des Medaillenspiegels.

Das drittgrößte Team (140 Athleten), nach Montenegro und Zypern, schloss die Spiele am Samstag mit 76 Medaillen ab. 26 Mal gab es Gold, 27 Mal Silber und 23 Mal Bronze. Auf Platz zwei landet Zypern mit 21 Gold-, 25 Silber- und 16 Bronzemedaillen. Dritter wird Island. Die Nordeuropäer gewinnen 19 Mal Gold, 13 Mal Silber und 22 Mal Bronze. «Team Lëtzebuerg» ließ keine Sportart aus und gewann in allen Disziplinen Medaillen.

Eine unerwartete Leistung

Wie üblich stellten die Schwimmer mit 31 Medaillen (15 Gold, elf Silber und fünf Bronze) auch in diesem Jahr die erfolgreichste Gruppe der Delegation. Die Leichtathleten trugen mit 19 Medaillen ebenfalls wesentlich zum Erfolg Luxemburgs bei. Die Beachvolleyballer, die zuletzt leer ausgingen, haben sich im Sand von Budva Bronze gesichert. Matthias Cloot und Petko Tunchev schafften den Sprung auf das Podium. Mit drei Goldmedaillen für Claudio Contardi, Massimo Santioni und Nathalie Demange hatten auch die Pétanque-Mannschaft erfolgreiche Spiele.

Zu den Enttäuschungen gehörte, dass die Judoka weit von seinen bisherigen Leistungen entfernt blieben. Die Volleyballer um Kamil Rychlicki hatten sich ebenfalls mehr erhofft, als die Bronzemedaille. Das Basketball-Team der Herren spielte dagegen ein starkes Turnier – auch wenn es gegen Montenegro im entscheidenden Spiel «nur» zu Silber reichte.

Für den Chef der luxemburgischen Delegation, Alwin de Prins, war die größte Überraschung allerdings das Abschneiden der Montenegriner. Sie reihen sich im Medaillenspiegel am Ende mit 14 Gold-, sechs Silber- und 14 Bronzemedaillen auf einem für sie sicherlich enttäuschenden fünften Platz ein. «Wir waren vor dem Beginn der Spiele der Meinung, dass sie viel stärker sein würden», sagte de Prins.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

Deine Meinung