Luxemburger Lockdown – Luxemburger entdecken ihre Liebe zum Backen

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Luxemburger LockdownLuxemburger entdecken ihre Liebe zum Backen

LUXEMBURG – Die Corona-Krise hat das Kaufverhalten der Kunden im Großherzogtum verändert. Neben Hygieneprodukten stehen auch Backzutaten im Fokus der Konsumenten.

Kochen und Backen steht bei den Luxemburgern offenbar hoch im Kurs.

Kochen und Backen steht bei den Luxemburgern offenbar hoch im Kurs.

Nach dem Wahnsinn der ersten Tage hat sich das Konsumverhalten der Luxemburger den Gegebenheiten der Ausgangsbeschränkungen angepasst. Haben in den frühen Tagen noch Nudeln, Reis, Konserven und Toilettenpapier auf jedem Einkaufszettel gestanden, so haben sich die Bedürfnisse der Kunden erneut verschoben. Das legt eine Studie im Auftrag der Supermarktkette Delhaize nahe.

Danach haben drei Produkte einen wahren Nachfrageboom erlebt. So sei die Nachfrage nach frischer Hefe um 150 Prozent gestiegen. Milch wurde 100 Prozent häufiger gekauft als vor der Krise und Blätterteig war immerhin 80 Prozent beliebter als vorher. Delhaize verkauft derzeit 10.000 Packungen Mehl pro Woche. «Die Kunden verbringen eindeutig mehr Zeit in der Küche», bestätigt Sophie Morlé von Auchan. Unsere Verkäufe von Backwaren sind zurückgegangen, aber die Verkäufe von Zutaten und Zubehör zum Backen boomen. Nach Lebensmitteln sind Reinigungs- und Desinfektionsmittel am meisten gefragt».

Das leibliche Wohl steht im Vordergrund

«Die Nachfrage nach Wischtüchern, Desinfektionsmitteln sowie Putz- und Waschmitteln ist deutlich gestiegen», erklärt Christopher Probst von Cactus. Die Kundenwünsche würden sich mehr um die eigene Versorgung drehen. Da es angesichts geschlossener Ausgehmöglichkeiten an Gelegenheiten zum Aufstylen mangele, «kaufen die Menschen vermehrt Produkte für das leibliche Wohl, gleichzeitig sind Styling-Produkte gleich oder sogar weniger gefragt», stellt Delhaize fest.

Der Verkauf von Alkohol im Großherzogtum scheint auf einem stabilen Niveau. Auchan verzeichnet hier sogar einen Rückgang. «Der Verkauf von Wein und Spirituosen ist um 40 bis 50 Prozent gesunken, der von Champagner sogar um 60 Prozent. Der Bierabsatz ist stabil», stellt Sophie Morlé fest. Dafür verantwortlich sei, dass ein großer Teil der Grenzgänger, die «normalerweise in Luxemburg Alkohol kaufen» , derzeit von zu Hause arbeite. Diese fehlenden Kunden spüre man beim Absatz.

(sg/L'essentiel)

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