New-York-Marathon – Luxemburger erobern den «Big Apple» zu Fuß

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New-York-MarathonLuxemburger erobern den «Big Apple» zu Fuß

NEW YORK/LUXEMBURG - Fünf Luxemburger machten sich vergangene Woche auf den Weg, um am größten Marathon der Welt teilzunehmen. «Es war der Wahnsinn».

Auch zwei Tage danach ist Pol Zimmermann immer noch hörbar euphorisch. «Er ist ein Mythos, den man einfach einmal erlebt haben muss. Die Stimmung war fantastisch», schwärmt der 28-jährige Luxemburger. Zusammen mit Laurent Peffer (32), Kim Rohmann (32), Paulo Machado (40) und Romain Mitten (30) nahm Zimmermann am vergangenen Sonntag am New-York-Marathon teil - dem größten Laufevent der Welt.

Damit erfüllten sich die Lauffreunde aus dem Großherzogtum einen Traum, den sie schon längere Zeit hegen. «Wir haben uns im vergangenen Jahr dazu entschlossen, uns anzumelden», berichtet Zimmermann nach der Rückkehr ins Großherzogtum am Dienstag. Um einen der begehrten Plätze zu ergattern, mussten die Hobbyläufer tief in die Tasche greifen. «Wir haben unsere Plätze über eine Reiseagentur gebucht. Alleine die Startnummer kostet 580 Euro. Insgesamt haben wir für die sechs Tage 3000 Euro bezahlt», sagt Zimmermann.

Eine Million Zuschauer

Eine stolze Summe, die sich aber für alle gelohnt hat. «Diesen Marathon macht man nicht, um eine Top-Zeit zu laufen, sondern um zu genießen», meint Zimmermann. Und das taten sie. In vollen Zügen. Bei 14 Grad und Sonnenschein gingen sie am Sonntagmorgen bei bestem Laufwetter auf die Strecke. Von Fort Wadsworth auf Staten Island über Brooklyn, Queens und die Bronx ging es bis nach Manhattan ins Ziel. Eine traumhafte Kulisse, die man sonst nur aus dem Kino kennt. «Überall an der Strecke standen Leute und haben uns angefeuert. Knapp eine Millionen Zuschauer sollen es gewesen sein. Das war schon grandios», erzählt der Luxemburger.

Aufgeben kommt bei so einer Kulisse natürlich nicht in Frage. Dennoch muss man aufpassen, wie Zimmermann lächelnd erklärt: «Man neigt aufgrund der Stimmung dazu, zu viel Gas zu geben. Da muss man sich etwas zügeln.» Doch dank ihrer guten Vorbereitung mit 100 bis 120 Kilometern pro Woche, kamen die Luxemburger alle ohne Probleme ins Ziel. Nun sind sie richtig angefixt. «Wir haben uns schon darüber unterhalten. In fünf oder zehn Jahren wollen wir wieder herkommen und das noch einmal erleben», berichtet Zimmermann - der Mythos hat sie gepackt.

(Henning Jochum/L'essentiel)

Die Zeiten der fünf Luxemburger

Pol Zimmermann 3:05

Laurent Peffer 3:17

Kim Rohmann 3:21

Paulo Machado 3:31

Romain Mitten 4:37

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