Wegen CoronavirusLuxemburger essen seltener beim Chinesen
LUXEMBURG – Die Inhaber chinesischer Restaurants spüren die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Die Kunden bleiben weg.

Asiatische Restaurants, die kein chinesisches Essen anbieten, spüren nichts von der Angst.
Das aus China stammende Coronavirus ist bisher nicht in Luxemburg angekommen. Dennoch bewirkt das Virus auch hierzulande Verhaltensänderungen. So stellen einige chinesische Restaurants im Großherzogtum fest, dass weniger Kunden den Weg in ihre Geschäfte finden.
«Die Zahl der Kunden ist seit den ersten Ansteckungen in Europa zurückgegangen», räumt die Kellnerin eines chinesischen Restaurants in der Hauptstadt ein. In der Gaststätte tragen die beiden Köche jetzt Masken – eine Vorsichtsmaßnahme, die normalerweise nicht notwendig ist. Nach Aussage der Kellnerin wirke die Maßnahme aber beruhigend. Sie sagt, sie mache sich keine Sorgen um ihre Geschäfte, da «Luxemburg im Moment nicht von der Epidemie betroffen» sei.
« Kein Rassismus »
«Das hat überhaupt nichts mit Rassismus zu tun. Den Menschen macht das Virus eben Angst», sagt Lau, der Geschäftsführer eines chinesischen Restaurants im Stadtzentrum. Den Gastronomen beunruhige das Verhalten seiner Gäste nicht. In anderen Ländern hatte die Epidemie Rassismus gegenüber Asiaten ausgelöst. Er und seine Kollegen in Luxemburg seien da viel entspannter: «Uns betrifft dieses Problem in keinster Weise.»
Asiatische Restaurants, die kein chinesisches Essen anbieten, spüren nichts von der Angst vor dem Coronavirus. «Wir merken davon überhaupt nichts», sagt die Geschäftsführerin eines vietnamesischen Lokals und zeigt auf den vollen Gastraum in ihrem Restaurant.
(Valentin Rakovsky/L'essentiel)