Bilanz – Luxemburger Filmfonds mit Rekordausschüttung

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BilanzLuxemburger Filmfonds mit Rekordausschüttung

LUXEMBURG - Die staatliche Filmförderung hat im vergangenen Jahr die künstlerischen Projekte mit 40 Millionen Euro unterstützt.

Mit «Mr. Hublot» ging der erste Oscar überhaupt an das Großherzogtum.

Mit «Mr. Hublot» ging der erste Oscar überhaupt an das Großherzogtum.

Filmfund

«Von 122 Anträgen auf Unterstützung haben wir 50 Prozent angenommen», sagte Guy Daleiden am Dienstag. Der Direktor des Luxemburger Filmfonds (Fonds national de soutien à la production audiovisuelle) stellte die Bilanz von 2014 vor.

Insgesamt flossen 40 Millionen Euro an die Filmemacher aus dem Großherzogtum. Damit wurde der Rekord von 2013 geknackt, als 35,2 Millionen Euro an die Künstler gingen. Die Entwicklung in den vergangenen Jahren ist rasant. So gab es 2012 mit 17,7 Millionen Euro weniger als die Hälfte. Vor zehn Jahren lag der Wert gerade einmal bei 3,3 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr haben sich die Subventionen vor allem auf die Produktion und Co-Produktion von Spiel- und Animationsfilmen konzentriert. Dafür schüttete der Fonds 35 Millionen Euro aus.

Absolutes Highlight

Und die Hilfe hat auch Wirkung gezeigt. So ging 2014 sogar ein Oscar ins Großherzogtum. Der luxemburgisch-französische Kurzfilm «Mr. Hublot» ergatterte den begehrtesten Filmpreis der Welt. Der Streifen wurde komplett in Monnerich produziert. «Das zeigt unsere Kompetenz in diesem Bereich und die internationale Bedeutung von Luxemburg», sagt Daleiden.

Als Teil dieser Mission gilt es, mit eigenen Werke bei den großen Filmfestspielen wie Cannes, der Berlinale oder dem Toronto Film Festival einen Platz zu erhaschen. Dadurch könne man Botschaften aus Luxemburg leichter in die Welt transportieren und die Filme aus der Heimat besser im Ausland verbreiten.

(Nico Chauty/L'essentiel)

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