Politbarometer – Luxemburger gegen lockeren Zugang zur Nationalität

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PolitbarometerLuxemburger gegen lockeren Zugang zur Nationalität

LUXEMBURG - 66 Prozent der Luxemburger finden, dass Ausländer einen «positiven Einfluss» auf das Land haben. Der Zugang zur Staatsbürgerschaft soll aber nicht erleichtert werden.

Wer in Luxemburg geboren wurde, der soll mit 18 automatisch die Staatsbürgerschaft bekommen. Das finden 72 Prozent der Luxemburger.

Wer in Luxemburg geboren wurde, der soll mit 18 automatisch die Staatsbürgerschaft bekommen. Das finden 72 Prozent der Luxemburger.

L'essentiel/jmh

Wer darf unter welchen Umständen wann die luxemburgische Staatsangehörigkeit beantragen? Mit diesen Fragen hat sich der zweite Teil des Politbarometers von Luxemburger Wort und RTL befasst. Im ersten am Mittwoch veröffentlichten Teil ging es um die Referendumsfragen – die Ergebnisse finden Sie hier.

57 Prozent der Befragten sprachen sich dagegen aus, den für die Einbürgerung notwendigen Sprachtest zu lockern, 35 Prozent sind dafür. Noch deutlicher ist die Ablehnung (66 Prozent) gegenüber dem Vorschlag, den Test für Ausländer, die seit mindestens 20 Jahren im Land leben, gänzlich wegfallen zu lassen. Gerade einmal 31 Prozent sind dafür.

Ebenfalls auf Ablehnung (54 Prozent) stößt die Überlegung, die Einbürgerung bereits nach fünf und nicht erst nach sieben Jahren zu ermöglichen. Anders sieht die Stimmung bei der Frage nach hier geborenen, ausländischen Kindern aus. 72 Prozent der befragten Luxemburger sprachen sich laut der Umfrage dafür aus, dass diese mit der Vollendung des 18. Lebensjahres automatisch die luxemburgische Staatsbürgerschaft bekommen. 66 Prozent sind übrigens der Auffassung, dass Ausländer einen «positiven Einfluss» auf das Land haben, 27 Prozent finden das nicht.

(Philip Weber /L'essentiel)

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