Bio-Bistro mit dem Apfel – Luxemburger gewinnen Logo- Streit mit Apple

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Bio-Bistro mit dem ApfelLuxemburger gewinnen Logo- Streit mit Apple

LUXEMBURG - Seit einem Jahr kämpften junge Luxemburger um den Namen ihres Bistros «Appleaday». Nun hat sich der Papierkrieg mit dem IT-Giganten ausgezahlt.

Seit März 2011 hat das Luxemburger Bio-Bistro Appleaday gegen den IT-Riesen Apple gekämpft - wie David gegen Goliath. Nun hat die Saga ein Ende. Ein gutes für die jungen Luxemburger Unternehmer. Denn Appleaday hat die juristische Prozedur für sich entschieden. Der kalifornische Konzern hat aufgegeben. Zu mühsam war den Amerikanern anscheinend der Streit mit den hartnäckigen Luxemburgern.

«Wir sind auf Konfrontationskurs gegangen»

Bereits wenige Tage nach der Öffnung des Restaurants Anfang 2011 hatte Apple beide angefochten, hat nun aber aufgeben. «Wir haben zunächst versucht, uns gütlich mit dem Konzern zu einigen («L'essentiel Online» berichtete), aber sie ließen alle Fristen verstreichen. Dann haben wir die Strategie geändert und sind auf Konfrontationskurs gegangen», berichtet Antoine Prignon. Mit Erfolg. «Apple hätte der Behörde beweisen müssen, dass wir tatsächlich eine Beeinträchtigung für ihr Image darstellen. Das wäre für sie sehr kompliziert geworden, schließlich sind wir ein Bio-Bistro und kein IT-Unternehmen.»

Nun wollen die Jungunternehmer richtig durchstarten: «Während unseres ganzen ersten Geschäftsjahres wussten wir nicht, ob wir den Namen und die Aufmachung des Geschäfts beibehalten können. Jetzt können wir wirklich anfangen damit zu arbeiten, zum Beispiel über Facebook eine Fan-Seite aufbauen.»

Nicht nachtragend mit Apple

Geholfen hat dem jungen Unternehmen die Berichterstattung über den zermürbenden Papierkrieg mit Apple schon, gibt Antoine Prignon zu: «Natürlich erkennen Passanten nun unser Geschäft, wenn sie vorbeigehen und trauen sich vielleicht eher hinein. Aber dieser Imagegewinn steht in keinem Verhältnis zu den enormen Ausgaben und Anwaltskosten, die uns das erste Jahr sehr schwer gemacht haben.»

Nachtragend sind die Bio-Gastronomen übrigens nicht gegenüber Apple: Sie wollen nun iPads in ihre Tische einbauen, auf denen Kunden beim Verzehr im Netz surfen oder sich über die Herkunft der verkauften Produkte informieren können.

(Sarah Brock/L'essentiel Online)

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