Einsatz in der Eifel – Luxemburger Helfer berichten vom Flut-Einsatz
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Einsatz in der EifelLuxemburger Helfer berichten vom Flut-Einsatz

LUXEMBURG/EIFEL – Drei Teams aus dem Großherzogtum waren nach den Überschwemmungen in Deutschland unterwegs, um zu helfen. Wir haben mit ihnen gesprochen.

Die Luxemburger Helfer bekamen teilweise unvorstellbare Zerstörung zu sehen.

Die Luxemburger Helfer bekamen teilweise unvorstellbare Zerstörung zu sehen.

Zerstörte Häuser, abgelegene Dörfer, Nächte auf Feldbetten in den Garagen der Nürburgring-Rennstrecke, der Tempel der Formel 1 als Rettungszentrum in einer unvorstellbaren Katastrophe. In drei Teams fuhren rund sechzig Luxemburger, Feuerwehrleute und Krankenschwestern des CGDIS sowie Rotkreuzler nach Deutschland, um in den vom Hochwasser verwüsteten Gebieten Hilfe zu leisten. Die letzte Gruppe kehrte am Samstag zurück.

Ben Baus leitete das erste Team, das am Freitag, 16. Juli, am Ort des Geschehens in der Nähe von Bonn eintraf. «Als wir gegen 22 Uhr eintrafen, bekamen wir den ersten Auftrag, ein Krankenhaus in Ahrweiler zu evakuieren», sagt er. «Wir haben bis 4 Uhr morgens etwa 20 Patienten in andere Krankenhäuser transportiert.» Anschließend waren die Luxemburger Helfer unter den ersten, die am Nürburgring eintrafen, der später zum Zentrum des Einsatzes wurde.

Um 5.30 Uhr klingelte das Telefon wieder. «Um in einer Sporthalle auszuhelfen, in der ältere Menschen vorübergehend untergebracht waren. Es war sehr bewegend. Sie waren in großer Not und verglichen die Situation mit dem Krieg», sagt der ehemalige Lehrer, der vor drei Jahren Berufsfeuerwehrmann wurde. «Es gab Stellen, an denen man nichts mehr sehen konnte, wo das Wasser alles zerstört hatte. Extreme Gewalt». Baus erzählt von den abgerissenen Brücken, dem Schlamm... das Wasser stieg bis zu 7,50 Meter, so dass nur noch die Dächer zu sehen waren.

In den folgenden Tagen unterstützten die Luxemburger ohne Pause die lokalen Rettungskräfte, indem sie in Dörfer vordrangen, die von der Welt abgeschnitten waren, ohne Strom und fließendes Wasser. «Es wird Monate dauern, die Orte wieder anzubinden.»

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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