Kein Hackerangriff – Luxemburger Justiz gibt Daten-Panne zu
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Kein HackerangriffLuxemburger Justiz gibt Daten-Panne zu

LUXEMBURG – Bei der Justiz im Großherzogtum sind in größerem Umfang Daten in die Hände von Unbefugten geraten. Anzeichen für einen Hackerangriff gibt es allerdings keine.

Der Datensatz enthält über 13.000 Dokumente aus der Justizverwaltung.

Der Datensatz enthält über 13.000 Dokumente aus der Justizverwaltung.

PIXABAY/Symbolbild

Über 13.000 Dokumente der Luxemburger Justiz sind in die Hände von Unbefugten geraten. Das Datenpaket ist rund ein Gigabyte groß und enthält Urteile und Beschlüsse. Auch persönliche Daten von Bürgern und Unternehmen aus dem Großherzogtum sind in dem Datensatz enthalten, der aus der Gerichtskanzlei am Bezirksgericht Luxemburg stammt. Es ist nicht das erste Mal, dass Daten einer staatlichen Stelle in Luxemburg an die Öffentlichkeit gelangt sind. Die Justizverwaltung bestätigte in einer Mitteilung am Dienstag teilweise einen entsprechenden Bericht des Luxemburger Worts.

Die Verwaltung widersprach allerdings der Darstellung eines Artikels, dass es sich bei den Daten um die Beute eines Hackers handele. Vielmehr könne man die Daten, die aus einem Zeitraum zwischen den späten neunziger Jahren und dem Jahr 2015 stammen, einem Arbeitsplatz in einer einzigen Abteilung der Gerichtskanzlei zugeordnet werden. Das Justizministerium hat nach eigene Aussage eine Untersuchung der Vorgänge eingeleitet. Untersucht werden solle dabei, wie die Daten in die Hände von «Personen außerhalb der Justizverwaltung» gelangen konnten.

Nach Darstellung der Justizverwaltung soll es «zu keinem Zeitpunkt» einen Zugriff auf die Server der Justizverwaltung von außerhalb gegeben haben. Diese werden vom Staatlichen Zentrum für Informationstechnologie (CTIE) verwaltet. Ein anonymer Hacker hatte gegenüber dem Wort behauptet, die Daten bei einem Angriff auf die Server der Justiz erbeutet zu haben. Das Motiv des Hackers sei es gewesen, Missstände in der Cybersicherheit des CTIE aufzudecken.

(LH/L'essentiel)

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