Filmfestspiele – Luxemburger Koproduktion in Cannes nominiert

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FilmfestspieleLuxemburger Koproduktion in Cannes nominiert

CANNES/LUXEMBURG – Die luxemburgische Koproduktion «Le tout nouveau testament» ist bei den Filmfestspielen von Cannes für einen Preis nominiert.

Das Großherzogtum darf während der Internationalen Filmfestspiele von Cannes zur berühmten Stadt an der Côte d'Azur schielen: Die luxemburgische Koproduktion «Le tout nouveau testament» ist für einen Preis nominiert. Zwar nicht im offiziellen Wettbewerb des Filmfestivals, dafür aber in der – ebenfalls angesehenen – unabhängigen Parallelsektion der Regisseurvereinigung «Quinzaine des réalisateurs». Die Gruppe will vor allem weniger bekannte und junge Regisseure würdigen und hat die ersten Filme von heute bekannten Regisseure wie Martin Scorsese, Jim Jarmusch, Sofia Coppola oder Stephen Frears entdeckt.

Dieses Jahr wird also Jaco Van Dormael dabei sein. Der Belgier hat «Le tout nouveau testament» im Sommer 2014 in Luxemburg und der Großregion gedreht. Beim Filmdreh wurde sogar die «Grande dame» des französischen Kinos in Luxemburg-Stadt gesichtet, als sie die Passanten in Staunen versetzte: «Es ist in der Tat schwierig, eine Catherine Deneuve zu verstecken», sagte damals David Grumbach, Präsident der luxemburgischen Produktionsfirma Juliette Films. An der Produktion beteiligt sind außerdem noch Frankreich und Belgien.

Selbst Gott hat trotzige Kinder

Der Film nimmt seine Zuschauer mit auf eine metaphorische Reise: Gott (gespielt von Benoît Poelvoorde) existiert, wohnt in Brüssel und hat eine zornige Tochter, welche die Sterbedaten der Menschen im Internet veröffentlicht. Neben Poelvoorde und Deneuve spielen in weiteren Rollen die Belgierin Yolande Moreau («Die fabelhafte Welt der Amélie», «Mammuth») und der Luxemburger Marco Lorenzini («Die Schatzritter und das Geheimnis von Melusina», «Bride Flight»).

Auch wenn sich die Parallelsektion «Quinzaine des réalisateurs» weniger bekannten Regisseuren zuwendet – Jaco Van Dormael ist in Cannes kein unbeschriebenes Blatt: Der Film- und Theaterregisseur erhielt 1991 für seinen Spielfilm «Toto der Held» die Goldene Kamera für den besten Erstlingsfilm. Sein zweiter Spielfilm «Am achten Tag» wurde 1996 für die Leistung von Daniel Auteuil und Pascal Duquenne mit dem Preis für den Besten Darsteller ausgezeichnet.

Die Filmfestspiele von Cannes finden vom 13. bis zum 24. Mai statt, die «Quinzaine des réalisateurs» startet bei gleicher Dauer einen Tag später.

(sop/L'essentiel)

Nominierungen

Die unabhängige Cannes-Sektion der Regisseurvereinigung «Quinzaine des réalisateurs» hat am Dienstag die Nominierung mehrerer Spiel- und Kurzfilme bekanntgegeben. Die vollständige Liste ist auf der Seite der Regisseurvereinigung veröffentlicht.

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