Euroraum: Luxemburger müssen vergleichsweise häufig abends arbeiten
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EuroraumLuxemburger müssen vergleichsweise häufig abends arbeiten

LUXEMBURG – Ein aktueller Bericht der Arbeitnehmerkammer schlüsselt auf, zu welchen Uhrzeiten die Menschen in Luxemburg arbeiten, und wie sie damit im Vergleich zu ihren Nachbarn stehen.

von
Nicolas Chauty

Symbolfoto: dpa

Luxemburg gehört zu den Ländern der Eurozone, in denen Arbeitnehmer am häufigsten abends, heißt zwischen 18 und 23 Uhr, arbeiten. Während der Durchschnitt in der Eurozone bei 27 Prozent liegt, beträgt die Quote derer, die regelmäßig oder gelegentlich abends ihrem Beruf nachgehen, im Großherzogtum 32,8 Prozent. Das zeigen aktuelle Zahlen der Arbeitnehmerkammer (CSL). «Bei fast jedem achten Arbeitnehmer verschieben sich aufgrund seiner Beschäftigung die Ruhezeiten», heißt es in dem Bericht von Donnerstag.

Während der Anteil der Erwerbstätigen, die regelmäßig am Abend arbeiten, mit zehn bis 15 Prozent seit 2005 relativ stabil sei, sei der Anteil jener Personen, die gelegentlich abends arbeiten müssen, von Mitte der 2000er bis Anfang der 2010er-Jahre stark angestiegen. Seither liege der Wert konstant bei über 20 Prozent. Laut des Berichts arbeiten zwölf Prozent der Erwerbstätigen hierzulande auch nachts, also nach 23 Uhr.

Luxemburg gehört außerdem zu den Ländern der Eurozone, in denen der Anteil an Schichtarbeitern in den vergangenen zehn Jahren mit einem Plus 2,5 Prozent auf jetzt 18 Prozent am stärksten gestiegen ist. «Abend- oder Schichtarbeit betrifft häufig die Gering- und Mittelverdiener», erklärt CSL-Präsidentin Nora Back. Wochenendarbeit sei mit 15 Prozent in Luxemburg hingegen weniger verbreitet als in anderen Ländern der Eurozone, wo im Schnitt jeder Vierte auch an Wochenenden der Durchschnitt bei einem Viertel liegt.

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