Externe Prüfung – Luxemburger Polizei stehen Reformen bevor

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Externe PrüfungLuxemburger Polizei stehen Reformen bevor

LUXEMBURG - Innerhalb der Polizei im Großherzogtum soll eine externe Prüfung durchgeführt werden. Reformen sollen folgen.

Gewerkschafts-Präsident Pascal Ricquier fordert Reformen innerhalb der luxemburgischen Polizei.

Gewerkschafts-Präsident Pascal Ricquier fordert Reformen innerhalb der luxemburgischen Polizei.

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Bei einem Treffen am Montag hat der Minister für innere Sicherheit, Étienne Schneider, angekündigt, dass die luxemburgische Polizei einer Überprüfung durch eine externe Firma unterzogen werde. Dies teilte Pascal Ricquier, Vorsitzender der Polizei-Gewerkschaft (SNPGL), am Dienstag mit. Ricquier rechne mit konkreten Antworten und einer Reform innerhalb der Polizei.

«Es mangelt an Dialog und Transparenz zwischen Führungskräften, Kommissaren und Polizisten. Es gibt eine echte Lücke zwischen denen, die täglich das Sagen haben und denen, die es ausführen», sagte der Vorsitzende, ohne auf Einzelheiten einzugehen. Bereits seit längerer Zeit seien innerhalb der Polizei Veränderungen geplant. Nach der Gesetzeskorrektur im Jahr 1999, die den Betrieb der luxemburgischen Polizei betrifft, stünden drei Projekte bevor.

Wohnsituation der Polizisten «unfair»

«Es handelt sich um ein sehr breites Feld. Beispielsweise soll es eine Reform geben, die sich darauf bezieht, wie weit Polizisten von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen dürfen», erklärte Pascal Ricquier. Momentan seien Polizisten verpflichtet, innerhalb des Zuständigkeitsgebietes zu leben, in dem sie arbeiten. Die Gewerkschaft bezeichnet dies als «unfair».

Ebenfalls überprüft werden sollen Disziplinarmaßnehmen wie zum Beispiel Sanktionen wegen schwerer Verfehlungen. Auch in Bezug auf die Gefährlichkeit der Dienstwaffen, wie L'essentiel bereits berichtete, soll am Mittwoch ein Treffen mit Führungskräften und mehreren Waffenexperten stattfinden.

(L'essentiel)

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