Dank Grenzgängern – Luxemburger sind die reichsten EU-Bürger

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Dank GrenzgängernLuxemburger sind die reichsten EU-Bürger

LUXEMBURG - Die Einwohner des Großherzogtums sind im Schnitt fast dreimal so vermögend wie der europäische Normalbürger. Dies zeigt eine neue Eurostat-Studie.

Das hohe Niveau des BIP pro Kopf in Luxemburg geht laut Eurostat zum Teil auf die vielen Ausländer zurück, die in Luxemburg arbeiten.

Das hohe Niveau des BIP pro Kopf in Luxemburg geht laut Eurostat zum Teil auf die vielen Ausländer zurück, die in Luxemburg arbeiten.

DPA

Auch in der Wirtschaftskrise verteidigten die Luxemburger ihren Platz als reichste EU-Bürger. Die Einwohner des Großherzogtums sind im Schnitt fast dreimal so vermögend wie der europäische Normalbürger - ein Jahr zuvor lag der Abstand erst bei zweieinhalb Mal.

Dies belegt eine Eurostat-Studie, die das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in den 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie in anderen Ländern Europas untersucht hat. Die Statistiker nutzen den Kaufkraftstandard (KKS). Dabei kommt der Normalbürger auf genau 100 Prozent. Luxemburg erreicht 283 Prozent, EU-Schlusslicht Bulgarien nur 43 Prozent. Deutschland liegt mit 119 Prozent unverändert über dem EU-Mittelwert - und auf Platz sieben in der EU-Rangliste.

Griechen verarmen

Auf Platz zwei landeten die Niederlande, gefolgt von Dänemark, Irland und Österreich gleichauf. Am unteren Rand der Skala steht nach wie vor Bulgarien als ärmstes Land der EU. Dort haben die Menschen weniger als halb so viel Geld wie der EU-Durchschnittsbürger. Die Griechen kamen im vergangenen Jahr nur noch auf 89 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf der 27 EU-Staaten - ein Jahr zuvor waren es noch 94 Prozent gewesen.

Der Kaufkraftstandard ist eine Kunstwährung, welche die Unterschiede zwischen den nationalen Preisniveaus ausgleicht. Mit einem KKS kann man in allen Ländern dieselbe Menge Waren und Dienstleistungen kaufen. Das hohe Niveau des BIP pro Kopf in Luxemburg geht laut Eurostat zum Teil auf die vielen Ausländer zurück, die in Luxemburg arbeiten. Sie tragen zwar zur Wirtschaftsleistung bei, zählen aber nicht zur Wohnbevölkerung, auf deren Grundlage das BIP pro Kopf berechnet wird.

L'essentiel Online/dpa

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