Vier Pflanzen – Luxemburger sollen bald Cannabis pflanzen dürfen

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Vier PflanzenLuxemburger sollen bald Cannabis pflanzen dürfen

LUXEMBURG – Die allgemeine Legalisierung von Cannabis lässt auf sich warten. Doch der Druck auf Kleinverbraucher soll kommendes Jahr verringert werden.

Die Regierung bereitet einen Gesetzentwurf vor, der Anfang 2022 vorgelegt werden soll. (Symbolbild)

Die Regierung bereitet einen Gesetzentwurf vor, der Anfang 2022 vorgelegt werden soll. (Symbolbild)

Nachdem es bei der Entkriminalisierung von Cannabis als Teil des Koalitionsprogramms nur zögerlich vorwärts ging, will die Regierung jetzt einen Schritt weiter vor wagen. Justizministerin Sam Tanson kündigt auf einer Pressekonferenz am heutigen Freitag an, dass die Regierung den Druck auf Kleinverbraucher verringern werde.

Bis zu vier Cannabispflanzen können Privatleute demnach legal zu Hause anbauen. Die Obergrenze gelte pro Haushalt, nicht pro Person und der Konsum müsse zu Hause erfolgen – in der Öffentlichkeit bleibe es weiterhin verboten, Cannabis zu rauchen.

Gesetzentwurf für 2022 geplant

Darüber hinaus werden die Konsequenzen für Konsum, Besitz oder Mitführen sowie den Kauf von Cannabis in der Öffentlichkeit gelockert, wenn die Menge drei Gramm nicht überschreitet. Das Bußgeld soll künftig zwischen 25 und 500 Euro liegen. Bisher wurden 251 bis 2500 Euro fällig. Außerdem wird die Straftat nicht mehr im Strafregister vermerkt.

Diese Maßnahmen werden Gegenstand eines Gesetzentwurfs sein, der Anfang 2022 vorgelegt werden soll. Laut Tanson sei dies «ein Schritt» – die Regierung arbeite immer noch an einem umfassenden Konzept für den Anbau und Konsum von Cannabis, da die Pandemie das Vorhaben verzögert habe.

(jw/L'essentiel)

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