Luxemburger Bier: Luxemburg entscheidet, wie das nächste Diekircher schmeckt

Publiziert

Luxemburger BierLuxemburg entscheidet, wie das nächste Diekircher schmeckt

LUXEMBURG – Die Brasserie de Luxembourg setzt ihre Investitionen fort und will einige Neuheiten testen. Die luxemburgische Bevölkerung soll indes über den nächsten Geschmack des Biers bestimmen.

von
Mathieu Vacon

«Wir werden alles tun, um noch mindestens 150 Jahre hier zu bleiben und die bevorzugte Biermarke in Luxemburg zu sein». Während die Brasserie de Luxembourg Mousel-Diekirch das 150-jährige Jubiläum feiert, hat ihr neuer Generaldirektor, der im Februar dieses Jahres an Bord gekommen ist, feste Pläne. Obwohl die Marke, die sich im Besitz des Großkonzerns AB InBev befindet, im Land gut etabliert ist, gebe es noch Marktanteile zu gewinnen, meint Laurent Walthoff.

Um dies zu erreichen, «müssen wir weiterhin innovativ sein», so Walthoff. So soll die neue Brauerei, die nach einer Investition von 25 Millionen Euro im März 2019 eröffnet worden war, die Möglichkeit bieten, mit neuen Geschmacksrichtungen zu experimentieren. Zuvor sei dies nicht möglich gewesen. So sollen ab 2023 drei oder vier neue Biere in Partnercafés und -restaurants die Gaumen der Kunden verwöhnen. Darunter IPA's und fruchtige Biere.

Testläufe auf dem Markt

«Das Brauen dieser ‹Crafts› wird nacheinander erfolgen, mit dreimonatigen Testläufen auf dem Markt. Die luxemburgische Bevölkerung muss bestätigen, ob sie sie mögen. Dann werden wir eine Auswahl treffen, um ein neues ‹Diekirch› in großem Stil zu vermarkten», kündigt Laurent Walthoff an.

Parallel dazu möchte der Geschäftsführer die Verankerung des Unternehmens in der Region ausbauen. So wird monatlich ein Aperitif mit der lokalen Bevölkerung in der Bar der Brauerei organisiert, «eine Initiative, die geschätzt wird». Zum 150-jährigen Jubiläum wurden außerdem neue Kästen an die Einwohner verteilt – die Kästen des «Grand Cru» werden übrigens bald ausgetauscht. Die Gruppe plant weiter zu investieren, damit der luxemburgische Standort bis 2030 CO2-neutral wird – die Zahlen dazu bleiben hinter Verschluss.

Laurent Walthoff leitet etwa 50 Mitarbeiter.

Laurent Walthoff leitet etwa 50 Mitarbeiter.

AB InBev verkauft mehr, verdient aber weniger

AB InBev, die weltweite Nummer eins der Bierbranche und Eigentümer der Brasserie de Luxembourg Mousel-Diekirch, hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass der Nettogewinn im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 20,5 Prozent auf 1,52 Milliarden US-Dollar (1,49 Milliarden Euro) gesunken ist, obwohl der Umsatz gestiegen ist. Der Umsatz des belgisch-brasilianischen Konzerns (Budweiser, Stella Artois, Corona...) stieg von April bis Juni um 9,3 Prozent auf 14,8 Mrd. US-Dollar (14,5 Mrd. Euro).

Deine Meinung

0 Kommentare