Bis 2022 – Luxemburger sollen nur halb so viel Müll produzieren

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Bis 2022Luxemburger sollen nur halb so viel Müll produzieren

LUXEMBURG – Bis 2022 – so will es die EU – müssen die Luxemburger Haushalte ihren Müll um 55 Prozent reduzieren. Umweltministerin Dieschbourg bekräftigt dieses Ziel.

Luxemburg soll sich den von der Europäischen Union gesetzten Zielen bezüglich Abfallvermeidung annähern. Das erklärte Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Montag bei der Vorstellung des neuen nationalen Abfall- und Ressourcenplans. Ein besonderes Augenmerk liege auf Lebensmittelabfälle. «Wir erwarten bis 2022 eine Reduzierung dieser Abfälle um fast 50 Prozent», erklärte die Ministerin.

Fast 68.000 Tonnen Lebensmittel werden jährlich von Haushalten (72 Prozent), dem Hotel- und Gaststättengewerbe (9 Prozent), dem Groß- (12 Prozent) und Kleinhandel (7 Prozent) weggeworfen. Nach Angaben des Ministeriums für Nachhaltige Entwicklung landen 10 Prozent der Produkte sogar unverpackt in der Tonne. «Dies bedeutet für den Staat erhebliche Kosten von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr, beziehungsweise 105 Euro pro Einwohner und Jahr», erklärt Dieschbourg.

Mehr Superdreckskëscht

Nun sollen Sensibilisierungskampagnen den Blick der Menschen für dieses Thema schärfen. Denn «die Haushalte sind größten Abfallentsorger für alle Arten von Abfällen». Der Haushaltsmüll muss – so will es die EU – bis 2022 um 55 Prozent reduziert werden.

Der Staat erwartet allerdings auch von den Unternehmen und dem Gewerbe erhebliche Anstrengungen. Die Zahl der Unternehmen, die sich unter dem Label «Superdreckskëscht» ihre Abfallsammlung und -verwertung ökologisch haben zertifizieren lassen soll erhöht werden. Derzeit sind es 4800 Luxemburger Unternehmen.

(Pierre François/L'essentiel)

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