Neue Geschäftsidee: Luxemburger Start-up lässt seine Kunden in Musik investieren

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Neue GeschäftsideeLuxemburger Start-up lässt seine Kunden in Musik investieren

LUXEMBURG – Das Unternehmen «ANote Music» macht es Privatpersonen möglich in Songs zu investieren und Tantieme zu kassieren. Am Donnerstag hat die Firma das regionale Finale des «Start-up World Cup» auf dem Kirchberg gewonnen.

Justin Jackson , Marzio Schena, Grégoire Mathonet und Niels Hoorelbeke stehen hinter dem Start-up «ANote Music».

Justin Jackson , Marzio Schena, Grégoire Mathonet und Niels Hoorelbeke stehen hinter dem Start-up «ANote Music».

EY

In die Musikindustrie investieren, um Tantiemen zu kassieren: Das Unternehmen «ANote Music» bietet Privatpersonen eine Plattform, um finanziell in Musiktitel einzusteigen. Die Firma aus Luxemburg hat am Donnerstag beim regionalen Finale des «Start-up World Cup» auf dem Kirchberg den ersten Platz als «vielversprechendstes Start-up» abgeräumt.

Die Bewertung basierte auf folgenden Kriterien: das Angebot selbst, die Fähigkeit zur Problemlösung, der Markt und die Zugkraft, der Wettbewerbsvorteil, die Rentabilität, die Nachhaltigkeit, die Stärke des Teams, der gesamte Pitch und die Präsentation.

Der nächste Schritt für «ANote Music» ist die Teilnahme am weltweiten Finale in San Francisco vom 28. bis 30. September. «Dort werden die 70 Finalisten anwesend sein», erklärt Grégoire Mathonet. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von einer Million US-Dollar in Form von Investitionen. «Selbst wenn wir nicht gewinnen, wird sich die Reise für uns rentieren, da wir dort Beziehungen aufbauen können», so Mathonet weiter. Sein Start-up plane außerdem, ein Büro in den USA zu eröffnen. «15 Prozent unserer Kunden kommen von dort», sagt der Geschäftsführer.

Mathonet kommt aus der IT (Informationstechnologie) und hat «ANoteMusic» 2018 zusammen mit Marzio Schena und Matteo Cernuschi, die aus der Finanzwelt stammen, ins Leben gerufen. «Einer von uns hörte ein Musikfestival im Radio und dachte sich, dass er gerne in Songs investieren würde und die Idee war geboren».

«100 bis 200 Investoren aus Luxemburg»

Das Start-up-Unternehmen steht mit Plattenfirmen und Künstlern in Verbindung. Die Songs, in die man investieren kann, müssen mindestens zwei Jahre alt sein. «Musikexperten helfen uns dabei, die neuesten Trends aufzuspüren», sagt Grégoire Mathonet, der auf die Dienste eines pensionierten Managers von Sony Italien und sogar auf Matthew Knowles, den Vater von Weltstar Beyoncé, zurückgreifen kann.

«ANote Music» beschäftigt 15 Menschen im Großherzogtum. Seit seiner Gründung investierten bereits mehr als 2000 Privatpersonen, davon «100 bis 200 aus Luxemburg» in die gelisteten Songs. Die Registrierung ist für den Nutzer kostenlos. «Die Tantiemen werfen jedes Jahr Renditen zwischen 6 Prozent und 15 Prozent», sagt Grégoire Mathonet.

(ol/L'essentiel)

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