Verkehr – Luxemburger will härtere Regeln für Radfahrer

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VerkehrLuxemburger will härtere Regeln für Radfahrer

LUXEMBURG – Ein Bürger hat auf der Website der Chamber gleich drei Petitionen zum Thema Fahrradfahren eingereicht. Ihm sind die Drahtesel ein Dorn im Auge.

Eine der Petitionen fordert, dass Radfahrer einen Abstand von zwei Metern zu Autos einhalten müssen.

Eine der Petitionen fordert, dass Radfahrer einen Abstand von zwei Metern zu Autos einhalten müssen.

DPA

Autofahrer müssen im Straßenverkehr auf Fahrradfahrer besondere Rücksicht nehmen. Sie sind die «Schwächeren» und können schon bei Unfällen mit niedrigem Tempo schwere Verletzungen davontragen. Oft enstehen Unfälle aber auch, weil sich die Radfahrer selbst nicht an die Verkehrsregeln halten.

Ein Bürger des Großherzogtums hat besonders schlechte Erfahrungen mit den Drahteseln auf der Straße gemacht und gleich drei Petitionen zu dem Thema auf der Website der Chamber eingereicht. «Ich sehe einfach sehr viele Radfahrer, die sich in keinster Weise an den Code de la Route halten. Sie überfahren Stoppschilder, rote Ampeln und fahren auch dort, wo es gar nicht erlaubt ist», erklärt der Autor Marc Klees gegenüber L'essentiel.

Steuern für Radfahrer

In seinem ersten Text mit der Nummer 1018 fordert er, dass Radfahrer einen Mindestabstand von zwei Metern zu Autos, Lkw und Bussen einhalten müssen. «Viele drängeln sich an roten Ampeln an den Autos vorbei. Dabei entstehen oft Kratzer an den Fahrzeugen. Außerdem ist das für die Radfahrer selbst sehr gefährlich» sagt Klees.

Insgesamt müssten nach Klees' Ansicht die Gesetze für Radfahrer im Großherzogtum überdacht und strenger werden. Mit seinem zweiten Text (1019) setzt er sich deshalb dafür ein, dass auch Fahrradfahrer Steuern für die Straßennutzung zahlen sollen. «Bei jedem anderen Fahrzeug ist das auch der Fall», so der Petent.


Radfahrer verschwinden nach Unfällen

In seinen dritten Antrag mit der Nummer 1020 geht Klees noch einen Schritt weiter: Fahrräder sollen künftig mit Nummernschildern versehen werden. Klees nennt zwei Beispiele: «Ein Radfahrer schlängelte sich an mir vorbei und beschädigte dabei meinen Außenspiegel. Der Schaden betrug damals 1600 Euro. Der Radfahrer verschwand im Verkehr und konnte nie zur Rechenschaft gezogen werden. Das gleiche gilt für die Fußgängerzonen, wo Radfahrer immer wieder Passanten verletzen und sich aus dem Staub machen.»

Bevor die genannten Petitionen unterschrieben werden können, müssen sie noch von der zuständigen Kommission um den CSV-Politiker Marco Schank freigegeben werden. Deshalb hat Klees seine Forderungen in drei Petitionen aufgeteilt: «Wenn ich alles in einen Text geschrieben hätte, wäre am Ende vielleicht gar nichts durchgekommen. So wird vielleicht wenigstens ein Antrag durchgewunken.»

Link:
Petitionen auf der Chamber-Website

(sw/L'essentiel)

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