Konjunktur – Luxemburger Wirtschaft fuhr 2016 mit Volldampf

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KonjunkturLuxemburger Wirtschaft fuhr 2016 mit Volldampf

LUXEMBURG - Das Institut Statec hat die neuesten Zahlen für das Wirtschaftwachstum im Großherzogtum vorgelegt. Hauptmotor bleibt die Finanzwirtschaft.

Der Finanzsektor bleibt das wichtigste Standbein der heimischen WIrtschaft. Ein Dreh- und Angelpunkt der Branche liegt auf dem Kirchberg-Plateau in der Hauptstadt.

Der Finanzsektor bleibt das wichtigste Standbein der heimischen WIrtschaft. Ein Dreh- und Angelpunkt der Branche liegt auf dem Kirchberg-Plateau in der Hauptstadt.

Börkur Sigurbjörnsson/Flickr

Von Wirtschaftskrise reden Luxemburgs Ökonomen schon lange nicht mehr. Die jüngsten Zahlen über das BIP-Wachstum, die das staatliche Institut Statec kürzlich vorgelegt hat, bestätigen den wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen Jahre. Im letzten Quartal 2016 wuchs das Bruttoinlandsprodukt des Landes um 3,6 Prozent.

Im Gesamtjahr 2016 belief sich das Wirtschaftswachstum sogar auf 4,2 Prozent – im Vergleich zum Durchschnitt in der EU (rund 1,9 Prozent) und der Eurozone (1,7 Prozent) läuft Luxemburgs Industriemotor somit mit doppelt so hoher Drehzahl. Nur Irland (7 Prozent) kann es in punkto Wirtschaftswachstum mit dem Großherzogtum aufnehmen. Das Land im hohen Norden wurde jedoch von der Wirtschafts- und Finanzkrise härter getroffen.

IKT-Sektor wächst rasant

Das BIP-Wachstum in Luxemburg hat vor allem mit der Hausse in der Finanz- und Versicherungsbranche zu tun, der wichtigsten Säule der heimischen Wirtschaft. Dort stiegen die Einnahmen im letzten Quartal 2016 um 3,3 Prozent. Im vergangenen Jahr hat auch der Informations- und Kommunikationssektor (IKT) eine außergewöhnliche Performance hingelegt (+4,4 Prozent). Auch aus dem Handel, dem Transport und der Gastwirtschaft kommen positive Signale.

2016 wird somit als ein Jahr mit ausgezeichneter Konjunkturlage in die Geschichte Luxemburgs eingehen. 2017 sollte sich der Aufwärtskurs weiter fortsetzen, wenngleich das Wachstum mit 3,8 Prozent schwächer als noch im Vorjahr ausfallen wird – immerhin, denn die seit Januar geltende Steuerreform wird den öffentlichen Haushalt in Höhe von 1 Prozent des BIP belasten.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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