Postengeschacher – Luxemburger Yves Mersch in der Pole Position

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PostengeschacherLuxemburger Yves Mersch in der Pole Position

LUXEMBURG – Notenbankchef Yves Mersch könnte laut Medienberichten noch in dieser Woche für einen Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank nominiert werden.

Das europäische Postengeschacher dürfte laut einem Bericht der Financial Times Deutschland zugunsten von Yves Mersch ausgehen.

Das europäische Postengeschacher dürfte laut einem Bericht der Financial Times Deutschland zugunsten von Yves Mersch ausgehen.

Editpress

Der luxemburgische Notenbankchef Yves Mersch hat sich im Rennen um einen der sechs Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgesetzt. Dies meldet die «Financial Times Deutschland» («FTD») am Dienstag. «Es gibt einen Konsens für Mersch», zitiert die Zeitung einen Eingeweihten. Merschs offizielle Nominierung könne bereits am Wochenende im Rahmen eines Treffens der europäischen Finanzminister in Kopenhagen erfolgen.

Mersch kann sich dabei anscheinend auf großen Rückhalt aus der Eurozone stützen. Spanien hat demnach anerkannt, dass die Unterstützung für seinen Kandidaten, Antonio Sainz de Vicuna, nicht ausreicht. Bis Ende Mai wird der EZB-Posten noch vom Spanier José Manuel Gonzalez-Paramo bekleidet.

Mehrere Posten vakant

Die Besetzung des EZB-Postens ist heikel, da in Europa derzeit mehrere Stellen vakant sind und jeweils nationale Interessen zu berücksichtigen sind. So erwägt Spanien laut «FTD», die Kandidatur von de Vicuna noch nicht zurückziehen. Das Land will eine bindende Zusage, dass es den Präsidenten des Euro-Rettungsfonds EMS stellen kann.

Zudem hat Jean-Claude Juncker angekündigt, den Vorsitz der Eurogruppe aufzugeben. Auch dadurch sind Merschs Chancen gestiegen, da sich mit Juncker ein Luxemburger aus einem europäischen Spitzenamt verabschiedet und so den Weg frei macht für einen weitere Spitzenkraft aus dem Großherzogtum.

(L'essentiel Online)

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