Corona in den Schulen – Luxemburgs Eltern fordern mehr Transparenz
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Corona in den SchulenLuxemburgs Eltern fordern mehr Transparenz

LUXEMBURG – An den Schulen des Landes bleibt das Coronavirus auch in den Ferien ein heißes Eisen: Elternvertreter fordern besseren Schutz, das Ministerium verspricht Lösungen.

Die Unsicherheit unter den Eltern im Großherzogtum wächst.

Die Unsicherheit unter den Eltern im Großherzogtum wächst.

Auch in den Schulferien bleibt Corona ein aktuelles Thema an Luxemburgs Schulen. Nach der Kritik der Lehrergewerkschaft kommen nun auch aus der Elternschaft kritische Stimmen zu den Sicherheitsmaßnahmen in den Schulen. Besorgte Eltern haben die Facebook-Gruppe «Covid in Schools - Luxembourg» ins Leben gerufen, die bereits einige tausend Mitglieder hat. Die größte Sorge der Eltern: durch die rasante Zunahme von Fällen in der Bevölkerung könne es zu verzögerten Testresultaten kommen.

«Die Schule teilte uns mit, dass einer der Klassenkameraden meiner Tochter positiv auf Corona getestet wurde. Durch das Ergebnis wurde das Szenario eins ausgelöst.», schildert eine Mutter ihre Erlebnisse. Das bedeutet für die Kinder, sie dürfen weiter zur Schule gehen, müssen sich aber zu Hause isolieren. Gleichzeitig wurde der Mutter gesagt, die Behörden würden sich mit weiteren Anweisungen bei ihr melden und ihre Tochter würde getestet. Sie habe dann nach Absprache mit dem Lehrer einen Test beim Hausarzt der Familie durchführen lassen. Denn zu dem Zeitpunkt, als die Anweisungen der Santé bei der Familie eintrafen, waren bereits zwei weitere Mitschülerinnen der Tochter positiv getestet worden. Der Test bei ihrer Tochter sei ebenfalls positiv ausgefallen, erklärt die Mutter.

Man fordere von der Verwaltung mehr Transparenz über aktive Fälle in den Schulen und zudem verstärkte Maßnahmen zum Schutz der Kinder, verdeutlicht eine Sprecherin der Facebook-Gruppe. Für einen besseren Schutz nehme man sogar in Kauf, dass eine ganze Klasse heimgeschickt werde, wenn dort ein positiver Fall bekannt wird. Auf Nachfrage von L'essentiel räumt das Bildungsministerium ein, dass es angesichts der hohen Fallzahlen möglich ist, dass sich die Übermittlung von Testergebnissen verzögere. Dies sei aber nur in Einzelfällen der Fall, heißt es aus dem Ministerium. Die Allerheiligenferien wolle man im Ministerium nutzen, um Abhilfe zu schaffen. Die Koordinierungsstelle des Bildungsministeriums und des Gesundheitsamtes würden derzeit eine gemeinsame Lösung erarbeiten, versichert ein Sprecher des Ministeriums.

(sg/L'essentiel)

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