Hitzewelle in Europa: Luxemburgs Flüsse auf dem Tiefstand – Angler werden zur Vorsicht gemahnt

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Hitzewelle in EuropaLuxemburgs Flüsse auf dem Tiefstand – Angler werden zur Vorsicht gemahnt

LUXEMBURG – Die derzeit herrschende Dürreperiode in Europa macht sich auch im Großherzogtum bemerkbar. Die Flüsse hier zulande verzeichnen einen neuen Tiefstand.

von
Nicolas Martin

AGE

In Frankreich und in der Wallonie haben die Behörden bereits Angelverbote für einige von der Dürre betroffene Flüsse verhängt. In Luxemburg sei das noch nicht der Fall, wie Carole Molitor, Leiterin der Abteilung Ökologie und Fischerei in der Wasserwirtschaftsverwaltung bestätigt.

Die Wasserstände der Bäche und Flüsse im Großherzogtum stehen angesichts der aktuellen Hitzewelle jedoch unter ständiger Überwachung. «In Frankreich sind Flüsse teilweise ausgetrocknet, was eine besorgniserregende Situation für die Wasserfauna darstellt», erklärt die Expertin. In Luxemburg besteht derzeit ein Dürrerisiko für kleine Flüsse. Im Fall eines Aussterbens von Fischen in solchen kleineren Flüssen, geht man nicht davon aus, dass die Tiere wieder kommen.

«Jeder Angler ist verantwortungsbewusst genug, um seinen Fluss zu schützen»

Schon jetzt kann man vereinzelt einen Sauerstoffmangel in den Flüssen beobachten. Carole Molitor erinnert in dem Zusammenhang jedoch daran, dass «Niedrigwasserperioden Teil des saisonalen Zyklus eines Flusses» sind. Darüber hinaus werde in Luxemburg nur Freizeitfischerei betrieben. «Wir zählen auf den gesunden Menschenverstand der Bevölkerung, die richtigen Schritte einzuleiten, einschließlich dem Unterlassen der Angelei in den betroffenen Gewässern in Zeiten extremer Trockenheit».

Claude Strotz vom luxemburgischen Sportfischerverband bestätigt, dass die privaten Angelgebiete in Luxemburg zum Erhalt der Tierwelt in Flüssen beitragen. «Jeder Angler ist verantwortungsbewusst genug, um seinen Fluss zu schützen», heißt es von Claude Strotz.

Gestern hatte die Our in Dasburg (18 cm) und Vianden (41 cm) ihren niedrigsten Wasserstand seit sechzehn Jahren. Auch die Sauer und die Alzette nähern sich stellenweise solchen besorgniserregenden Werten.

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