Neue Statistik – Luxemburgs Industriemotor verliert an Kraft

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Neue StatistikLuxemburgs Industriemotor verliert an Kraft

LUXEMBURG – Im Jahr 2005 trug die Industrie beinahe 15 Prozent zur nationalen Wirtschaftsleistung bei. Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich dieser Wert halbiert.

Weniger als einer von zehn Arbeitnehmern sind zurzeit in der Industrie tätig.

Weniger als einer von zehn Arbeitnehmern sind zurzeit in der Industrie tätig.

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Im Jahr 2015 trug die Industrie fast ein Fünftel (19,3 Prozent) zur Wirtschaftsleistung in der gesamtem EU bei. Zehn Jahre zuvor lag dieser Wert noch bei 23,3 Prozent. Zusammen mit Zypern ist Luxemburg das EU-Land mit dem schwächsten Industriemotor. Im Großherzogtum betrug der Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahr lediglich sieben Prozent. Im Jahr 2005 war er noch mehr als doppelt so hoch und lag bei 14,7 Prozent. Auch die Beschäftigungsrate nahm in diesem Zweig stark ab: Weniger als jeder zehnte Arbeitnehmer (9,1 Prozent) war 2015 in der Industrie tätig – gegenüber 16,7 Prozent im Jahr 2005.

Worin liegt dann der Wert des Landes? Fast ein Drittel des BIP (27,5 Prozent) entfällt – wenig überraschend – auf die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (plus 3,4 Prozent im Vergleich zu 2005). Dahinter folgen Groß- und Einzelhandel, Transport und Gastronomie mit 18,2 Prozent (unverändert) sowie Verwaltung, Verteidigung, Bildung, Gesundheit und Sozialarbeit mit 15,7 Prozent (plus 1,9 Prozent). Die Landwirtschaft macht nur noch 0,2 Prozent des BIP aus – gegenüber 1 Prozent 2005.

Obwohl der Finanzsektor mehr als ein Viertel zum Luxemburger BIP beiträgt, beschäftigt er nur 10,6 Prozent der Arbeitnehmer. Dieser Wert hat sich gegenüber 2005 (10,4 Prozent) kaum verändert. Der größte Arbeitgeber im Großherzogtum ist der Sektor Handel, Transport und Gastronomie mit 23,5 Prozent (minus 3,2 Prozent) vor dem Sektor Verteidigung, Bildung, Gesundheit und Sozialarbeit mit 20,5 Prozent (plus 4,2 Prozent) der Beschäftigten.

(MC/L'essentiel)

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