Mobilität: Luxemburgs letzte CNG-Tankstelle macht 2023 dicht

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MobilitätLuxemburgs letzte CNG-Tankstelle macht 2023 dicht

LUXEMBURG – Einen schweren Stand hatten Fahrer von Erdgas-Fahrzeugen im Großherzogtum schon immer, doch bald wird es nichtmal mehr Tankstellen mit Erdgas (CNG) für sie geben.

Schon 2018 schlossen die ersten Gastankstellen.

Schon 2018 schlossen die ersten Gastankstellen.

Aral

Bisher betrieb Aral zwei Flüssiggas-Tankstellen in Luxemburg – eine am Findel, eine im Viertel Merl in der Hauptstadt. Die sollen nun im Oktober 2022 (Findel) und März 2023 (Merl) schließen. Das hat Umweltminister Claude Turmes (Déi Gréng) auf eine parlamentarische Anfrage hin bekanntgegeben.

«Seit 20 Jahren gab es den politischen Willen, Flüssiggas als alternativen Brennstoff am Markt zu positionieren und bekannt zu machen», so Turmes. «Dessen Anbieter SOTEG, der zwischenzeitlich Teil der Encevo-Gruppe geworden ist, hatte die Initiative ergriffen und mehrere Gastankstellen eingerichtet. Damit war die Tür für andere, interessierte Tankstellenbetreiber geöffnet. Jedoch zeigte zu der Zeit einzig Aral Interesse, weswegen Gas-Ladesäulen ausschließlich an deren Tankstellen zu finden waren», so der Minister.

Jedoch sei «trotz zahlreicher Initiativen und Anstrengungen», die Zahl der Zulassungen insgesamt unter 400 Fahrzeugen geblieben, was «zu keinem Zeitpunkt wirtschaftlich rentabel» für die betreffenden Unternehmen gewesen sei. Der Minister hebt hervor, dass, genauso wie 2016, der politische Fokus mehr und mehr auf die Elektromobilität und weniger auf Flüssiggas gerichtet sei. Das liege daran, das CO²-Einsparungen im Transport-Sektor so schneller erreicht werden könnten. Diese zwei Faktoren seinen wesentlich dafür, dass die Zahl der Betreiber von Erdgastankstellen seit 2018 immer weiter in Richtung Null gegangen sei.

(ol)

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