Illegale Parties – Luxemburgs Natur wird jetzt besser bewacht

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Illegale PartiesLuxemburgs Natur wird jetzt besser bewacht

LUXEMBURG – Die Naturverwaltung hat in der letzten Zeit vermehrt illegalen Müll und Partys in den Schutzgebieten des Landes festgestellt. Mehr Kontrollen sollen das verhindern.

Hinweisschilder dienen den Bürgern als Orientierung in den Naturschutzgebieten.

Hinweisschilder dienen den Bürgern als Orientierung in den Naturschutzgebieten.

Jan Herr/ANF

Luxemburgs Naturverwaltung ist in Sorge um die Naturschutzgebiete im Land. In der letzten Zeit haben die Beamten verstärkt illegale Müllablagerungen und andere ärgerliche Dinge in den ausgewiesenen Schutzgebieten des Landes festgestellt. In der letzten Woche hatte sich auch der kommunale Naturschutzverband natur&ëmwelt mit Kritik an der Kampagne #Vakanzdoheem zu Wort gemeldet und mehr Kontrollen gefordert. Diese soll es jetzt in Zusammenarbeit mit der Police Grand-Ducale geben. Auf Nachfrage von L'essentiel konnten weder das Umweltministerium, noch die Polizei genaue Zahlen über Vorfälle in den Naturschutzgebieten liefern.

Natur&ëmwelt hatte in einer Pressemitteilung am vergangenen Dienstag zudem gefordert, dass es mehr und bessere Aufklärung der Bürger über die Regeln in den Naturschutzgebieten geben müsse. Eine solche Aufklärungskampagne in den sozialen Netzwerken habe laut Umweltverwaltung nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Deshalb habe man sich, in Abstimmung mit der Polizei, dazu entschlossen künftig repressiv gegen Störenfriede vorzugehen.

Illegaler Müll und Partys im Schutzgebiet

Die Naturverwaltung berichtet, dass in den Naturschutzgebieten nicht nur unerlaubt Müll in nicht unerheblichem Umfang abgeladen wurde, sondern auch illegale Partys gefeiert worden seien. Außerdem hätten Menschen die Schutzgebiete unerlaubt zum Grillen und Campen genutzt. Dabei seien Biotope und Lebensräume zerstört worden.

Ähnliche Beobachtungen schildern auch die Naturschützer in ihrer Mitteilung, so seien Meldungen über Fußball-spielende Gruppen auf Brutplätzen seltener Vögel beim Verein eingegangen. Um solchen Auswüchsen künftig einen Riegel vorzuschieben, soll es künftig auch Kontrollen am Abend und in der Nacht geben können.

(lh/L'essentiel)

Wer auf frischer Tat bei einem Verstoß gegen die Verhaltensregeln in den Naturschutzgebieten verstößt, der muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe des Bußgeldes ist dabei abhängig von der Art des Verstoßes. Mindestens werden 49 Euro fällig für falsch weggeworfenen Müll, als Höchstbetrag sind 250 Euro für schlimmere Verstöße möglich.

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