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Corona-PandemieLuxemburgs Polizei hat illegale Partys im Visier

LUXEMBURG – Um die Einhaltung der neuen Corona-Maßnahmen durchzusetzen, kündigt die großherzogliche Polizei mehr nächtliche Kontrollen an.

Philippe Schrantz,Generaldirektor der großherzoglichen Polizei, kündigt mehr nächtliche Kontrollen an.

Philippe Schrantz,Generaldirektor der großherzoglichen Polizei, kündigt mehr nächtliche Kontrollen an.

Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Polizei im Großherzogtum hat parallel zu den Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie angekündigt, die Kontrollen zu verstärken. Das sagte der Generaldirektor der großherzoglichen Polizei, Philippe Schrantz, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll es mehr nächtliche Streifen geben. Im Fokus stehen die Einhaltung der Sperrstunde und der Vorschriften in der Gastronomie sowie illegale Partys.

Hintergrund ist die zuletzt rasant gestiegene Zahl der täglichen Neuinfektionen in Luxemburg sowie die Annahme, dass die Dunkelziffer viermal so hoch sei. «Das ist eine schwere Situation für uns alle», sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. Um die Welle zu brechen, hat das Land einschneidende Maßnahmen ergriffen: Seit Freitag gilt eine generelle Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr sowie eine verschärfte Maskenpflicht. Sie gilt immer dort, wo mehr als vier Personen zusammentreffen. In Restaurants dürfen nur noch vier Personen pro Tisch Platz nehmen – nach Hause auch nur noch maximal vier Gäste kommen.

«Wir wollen alles tun, um einen Lockdown zu verhindern», sagte Bettel. Mittwoch nächster Woche werde ein «Moment der Wahrheit» sein, um zu prüfen, ob die neuen Restriktionen und Aufrufe Wirkung zeigten. In Luxemburg gebe es mit der Vierer-Regel im Vergleich zu Deutschland einen größeren Einschnitt in die sozialen Kontakte, sagte der stellvertretende Sprecher der Covid-19-Task-Force in Luxemburg, Paul Wilmes. Luxemburg erlebe schließlich bereits eine dritte Welle. Und: «Von den Fallzahlen ist sie sicherlich heftiger als die erste.» Im Frühjahr habe man um die 250 Neuinfektionen pro Tag gehabt, jetzt habe man an manchen Tagen bei Zahlen über 800 gelegen.

(aub/L'essentiel/dpa)

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