Härtere Strafen – Luxemburgs Rowdies geht es an den Kragen

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Härtere StrafenLuxemburgs Rowdies geht es an den Kragen

LUXEMBURG – Ob ohne Gurt, besoffen, zu schnell oder mit dem Handy am spielen: Verkehrssünder sollen ab Juni härter bestraft werden.

«Nur kurz auf die SMS antworten»: Ein solches Verhalten ist gefährlich - und künftig auch teuer.

«Nur kurz auf die SMS antworten»: Ein solches Verhalten ist gefährlich - und künftig auch teuer.

DPA

Infrastrukturminister François Bausch (Déi Gréng) hatte stets betont, dass er gegen gewisse Verkehrsdelikte verstärkt vorgehen will. Höhere Geldstrafen schloss er allerdings bislang aus: «Ziel ist nicht, mehr Geld in die Kassen zu spülen, sondern das Problem zu bekämpfen.» Seit diesem Mittwoch ist diese Marschroute Passé.

Telefonieren am Steuer soll künftig 145 Euro kosten, bislang sind es nur 74 Euro. Außerdem sollen den Handy-Sündern zwei Punkte abgezogen werden. Ursprünglich war in dem Gesetzestext lediglich ein Ein-Punkte-Abzug vorgesehen. Das ist das Ergebnis einer Sitzung der zuständigen Parlamentskommission.

Neue Strafen sollen ab Juni gelten

Ebenfalls zwei Punkte werden Verkehrsteilnehmern vom Konto abgezogen, die nicht angeschnallt sind oder auf dem Motorrad ohne Helm unterwegs sind. Auch diese Vergehen kosten bislang nur einen Punkt. Auch in Sachen Alkohol am Steuer wird Ernst gemacht. Wer mit mehr als 0,8 Promille unterwegs ist, ist künftig vier Punkte los, ab 1,2 Promille sind sechs Punkte fällig. Gleiches gilt für Drogenkonsum.

Auch Raser sollen härter bestraft werden. Kleinere Vergehen werden mit bis zu vier statt zwei Punkten sanktioniert. Wer mächtig aufs Gaspedal tritt oder sich mehrfach erwischen lässt, ist sechs statt vier Punkte los.

Wenn es nach den Vorstellungen von Minister Bausch geht, gelten die neuen Regeln ab Juni dieses Jahres.

(L'essentiel)

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