Remko Rijnders : Luxemburgs Saturn wird künftig Mediamarkt heißen

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Remko Rijnders Luxemburgs Saturn wird künftig Mediamarkt heißen

LUXEMBURG – Die beiden Saturn-Märkte in Belval und in der Hauptstadt sollen in Mediamarkt umbenannt werden. L'essentiel hat mit Remko Rijnders, CEO des Unternehmens, gesprochen.

von
Thomas Holzer
Remko Rijnders ist der Chef von Mediamarkt.

Remko Rijnders ist der Chef von Mediamarkt.

Mediamarkt

Ist das, das Aus für «Saturn» im Großherzogtum?

Ja, fast. Wir haben mit dem «Rebranding» in den beiden Geschäften in Belval und in der Hauptstadt begonnen. Warum die Umbenennung? Die beiden Marken verkörpern unterschiedliche Schwerpunkte. Mediamarkt war für seine unschlagbaren Preise bekannt. Bei Saturn steht eher das Kunden-Erlebnis und die Marke im Vordergrund. Wir haben uns schließlich gedacht, dass sich die beiden Marken über diese Aspekte annähern sollten.

Das gilt also allein für Luxemburg?

Wir sind eine internationale Unternehmens-Gruppe. Deutschland ist unser größter Markt, und Saturn ist dort sehr präsent. Deshalb erhalten wir dort auch beide Marken aufrecht. Was die Niederlande und Belgien betrifft: Da ergibt es mehr Sinn, dass wir unsere Anstrengungen auf eine Marke konzentrieren. Luxemburg tendiert dazu, ebenfalls in das «Benelux»-Raster zufallen. Aus diesem Grund ist das «Rebranding» auch im Großherzogtum sinnvoll.

Und Sie fürchten nicht, die Saturn-treue Kundschaft zu verlieren?

Ein gewisses Risiko besteht immer, aber das haben wir einkalkuliert. Wir wissen, dass viele Menschen in Luxemburg Mediamarkt nicht kennen. Wir wissen aber auch, dass es unsere Mitarbeiter sind, die den Unterschied machen. Das Kunden-Erlebnis wird das Gleiche sein, wie bei Saturn. Vielleicht wird es, wegen des «Geschäftsmodell Mediamarkt», sogar noch besser.

Auf welche Neuerungen müssen sich Ihre Kunden einstellen?

Insbesondere die Marketing-Strategie. Die Kundschaft wird neu eingerichtete, modernere Filialen vorfinden. Dazu kommen statt blaue, rote Lampen. Unsere Angestellten werden entsprechend geschult und unsere Homepage wird ebenfalls neu gestaltet. Das ist eine wichtige Veränderung, wenn man die Entwicklung des Online-Handels bedenkt. Was Produkte und Preise betrifft, wird man sich nicht auf große Änderungen gefasst machen müssen.

Ist ein Umzug der beiden Filialen geplant?

Nein, aber wir werden die Größe des Geschäftes in Belval reduzieren, damit die Kundschaft sich leichter zurechtfindet. Außerdem suchen wir immer noch nach einem geeigneten Standort für eine dritte Filiale im Norden des Landes. Da wir den noch nicht gefunden haben, lässt sich nur schwer sagen, wann die öffnen wird.

Haben Sie mit der Rohstoff-Krise zu kämpfen?

Ja, denn die Produkte sind alle nicht so schnell verfügbar, wie wir uns das wünschen. Aber das wird sich bessern, und wir geben alles, um die Nachfrage zu bedienen. Es ist gerade eine schwierige Zeit, auch, wenn es vor allem die Menschen in der Ukraine sind, die unter dem Krieg zu leiden haben. Nach den Corona-bedingten Einschränkungen stellen die Energiekrise und die Inflation eine neue Herausforderung dar.

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