Vergleich in der Großregion – Luxemburgs Schüler lernen in kleinen Klassen

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Vergleich in der GroßregionLuxemburgs Schüler lernen in kleinen Klassen

LUXEMBURG - Überfüllte Klassen sind kein luxemburgisches Phänomen. Im Vergleich zu den Nachbarländern lernen Schüler in kleinen Klassen.

In einer französischen Vorschulklasse sitzen im Schnitt zehn Kinder mehr als im ersten Zyklus der Grundschule in Luxemburg.

In einer französischen Vorschulklasse sitzen im Schnitt zehn Kinder mehr als im ersten Zyklus der Grundschule in Luxemburg.

DPA

Wer sich in der Großregion in Klassenräumen umschaut, findet selten einen mit weniger als 20 Schülern. In Luxemburg ist das genau anders herum. So lernten die insgesamt 94 491 Schüler im Schuljahr 2010/11 in deutlich kleineren Klassen als ihre Kameraden jenseits der deutschen oder französischen Grenze.

Im ersten Zyklus der Grundschule (4 bis 6 Jahre) sind im Schnitt 15,7 Schüler in einer Klasse. In einer französischen Vorschulklasse sind im Schnitt ganze zehn Schüler mehr untergebracht. Auch im Vergleich zu den Grundschulen in den Nachbarländern sind die Schulkassen in Luxemburg deutlich kleiner: In Zyklen 2 bis 4 sind die Schüler im Schnitt zu 15,4 in einer Klasse. Deutschland lernen 21,2 Kinder in einer Grundschulklasse, in Belgien sind es 19,7 und in Frankreich 22,7.

Das Lernen in kleinen Klassen geht auch in der Sekundarschule weiter: Sitzen in einem klassischen Lyzeum 23 Schüler zusammen, sind es im technischen Zweig nur 17,8. In Frankreich und Deutschland beträgt die Klassenstärke an weiterführenden Schulen 24,2 bzw. 24,5 Schüler.

(MC/L'essentiel Online)

Multi-Kulti-Klassen

Vier von zehn Schülern in luxemburgischen Schulen sind keine Luxemburger. Die Hälfte von ihnen ist portugiesischer Herkunft. Ein großer Anteil Schüler stammen zudem vom Balkan oder aus Frankreich.

Besonders in der Grundschule hat dies Auswirkungen auf den Unterricht: 56 Prozent der Grundschüler sprechen zu Hause kein Luxemburgisch. Je älter die Schüler werden, desto höher ist der Anteil der Luxemburgisch-Sprecher. So ist für gut drei Viertel der Schüler an klassischen Lyzeen und die Hälfte der Schüler an technischen Lyzeen Luxembrugisch die erste Sprache.

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