Konzerte, Clubs und Festivals: Luxemburgs Veranstalter nehmen Attacken mit Spritzen ernst

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Konzerte, Clubs und FestivalsLuxemburgs Veranstalter nehmen Attacken mit Spritzen ernst

LUXEMBURG – Zuletzt haben sich im Ausland die Fälle gehäuft, in denen Personen mit Nadeln oder Spritzen gestochen wurden. Im Großherzogtum hat man bereits auf die Bedrohung reagiert.

von
Nicolas Martin
Die Organisatoren der Francofolies in Esch haben ihr Sicherheitspersonal bereits von den Vorfällen unterrichtet.

Die Organisatoren der Francofolies in Esch haben ihr Sicherheitspersonal bereits von den Vorfällen unterrichtet.

Vincent Lescaut

In europäischen Clubs sorgt ein beunruhigendes Phänomen für Angst unter den Besucherinnen. Frauen berichten, wie sie mit Nadeln gestochen und dadurch betäubt wurden. Die meisten Fälle wurden bisher aus Frankreich und Belgien gemeldet – aus Diskotheken, Konzertsälen und von Festivals. Dabei seien sowohl Spritzen, die Drogen enthielten zum Einsatz gekommen, als auch solche, die keine Betäubungsmittel enthielten.

Da auch in Luxemburg das Nachtleben wieder in Gang gekommen ist und die Terminkalender gut gefüllt sind, sind die Veranstalter wachsam. «Wir beobachten das sehr genau und haben unser Sicherheitspersonal bereits darauf hingewiesen. Wir sehen, dass die Fälle im Ausland zugenommen haben», sagt Loïc Clairet, Generaldirektor der Francofolies d'Esch. Während das Atelier sich nicht zu dem Thema äußern wollte, ist John Rech, Direktor des Kulturzentrums Op der Schmelz in Düdelingen, nicht beunruhigt.

Türsteher tasten Gäste nach Spritzen ab

«Wir nehmen die Sicherheit unserer Gäste natürlich sehr ernst. Wir stehen mit der Polizei und dem CGDIS in regelmäßigem Kontakt, aber bislang war das in Luxemburg kein Thema. Wir werden die Augen offen halten, aber wenn es eine akute Gefahr gäbe, hätte uns die Polizei bereits darüber informiert», so Rech. Bisher sind keine Fälle im Großherzogtum bekannt. Einige Grenzgänger gaben jedoch an, dass sie Ende April auf einem Ball im grenznahem Belgien unter Drogen gesetzt worden seien.

Die Türsteher im Land haben bereits auf die neue Bedrohung reagiert: «Am Einlass suchen unsere Angestellte derzeit gezielt nach Gegenstände, die einer Spritze ähnlich sind», erklärt Loïc Clairet.

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