South Dakota – Luxusbunker für den Weltuntergang

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South DakotaLuxusbunker für den Weltuntergang

Wer sich vor Weltkriegen, Angriffen von Außerirdischen oder anderen Katastrophen schützen will, kann das jetzt: Mit einem Bunker ab 25.000 Dollar.

Mitten in South Dakota gibt es eine riesige, hügelige Wiesenlandschaft. Diese Hügel stammen aber nicht von übergroßen Maulwürfen, es sind alte Militärbunker. Die Firma Vivos hat das Land aufgekauft und plant dort die größte Schutzbunker-Gemeinschaft der Welt.

25.000 – für einen leeren Bunker ohne Jahresmiete

Familien und Gruppen können diese Bunker mieten, um im Falle einer Katastrophe sicher zu sein. Die Bunker schützen laut Website vor Atombomben, Pandemien oder Meteoriteneinschlägen. Unter den Käufern gibt es aber auch diverse Verschwörungstheoretiker, die demnächt die Zombieapokalypse oder aber mindestens einen Angriff von Außerirdischen erwarten.

Und dieser Schutz ist nicht billig: Ein Bunker kostet 25.000 Dollar, plus 1000 Dollar Miete pro Jahr für die nächsten 99 Jahre. Dann ist der geschützte Raum aber immer noch leer. Vivos arbeitet mit ausgewählten Partnern zusammen, die den Bunker in einen Luxusrückzugsort verwandeln können – gegen viel Geld, versteht sich.

Einst Militärbunker, heute Luxusrückzugsort

Die Bunker stehen in den Black Hills in South Dakota. Es sind 575 Bunker, die ursprünglich 1942 für das Militär gebaut wurden. In dem damals Fort Igloo genannten Bunkern waren hauptsächlich Munitionsdepots. Sie wurden 1967 verlassen. Nun hat Vivos damit begonnen, den riesigen Komplex umzunutzen.

Das Gebiet ist sagenhafte 46 Quadratkilometer groß und von einem Zaun umgeben. Es ist per Straße oder durch einen nahen Regionalflughafen zu erreichen. «Es ist strategisch in einem der sichersten Gebiete Nordamerikas platziert. Es ist hoch und trocken (1158 M.ü.M.), hat ein mildes Klima, und es ist kilometerweit von größeren Wassermassen und potenziellen Terrorzielen entfernt», schreibt Vivos auf seiner Website.

Schutz vor Atomangriffen

Die semiunterirdischen Bunker könnten bei einem atomaren Angriff einer 227.000 Kilogramm schweren Druckwelle standhalten. Sie sind jeweils rund 122 Meter voneinander entfernt und ein Bunker kann 10 bis 20 Personen für ein Jahr schützen.

Platz hat es bei 20 Personen aber nicht mehr wahnsinnig viel: Die Bunker sind acht Meter breit, zwischen 18 und 25 Meter lang und am höchsten Punkt vier Meter hoch. Und: Sie sind alle leer. Wer Einrichtung möchte, der muss die bei den Partnern von Vivos zusätzlich kaufen – dafür können Sie sich auch alles nach Wunsch einrichten.

Keine Fenster, aber ein Schießplatz und ein Krankenhaus

Es gibt im Bunker – natürlich – keine Fenster. Dafür aber LEDs, die Tageslicht und eine Aussicht simulieren sollen. Das Wasser für den Komplex stammt aus unterirdischen Tanks. Das ist längst nicht alles: Im Komplex gibt es einen Lebensmittelladen, ein Krankenhaus, einen Schießplatz und ein Spa, für den Fall, dass man doch noch gefahrlos nach draußen kann.

Vivos verspricht seinen Mietern auch eine Rund-um-die-Uhr-Security und Kamerasysteme. Und Vivos hat Großes vor: Einen ähnlichen Unterschlupf bauen sie gerade in Indiana, und ein weiterer ist in Europa geplant.

(L'essentiel/mst)

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